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Historie
Die Stadtpolizei Bregenz wurde 1795 ins Leben gerufen. Disziplinär unterstand die Schutzwache nur dem Stadtmagistrat. Ihre Dienstverrichtungen waren daher auf das Stadtgebiet beschränkt, und die Beamten hatten hier auf alle mögliche Arten von Gesetzesübertretungen ein wachsames Auge zu legen. Zu den Aufgaben der Polizisten gehörten: - die persönliche Sicherheit der Bürger bei Raufexzessen
- die Sicherheit des Eigentums
- straßenpolizeiliche Überwachungen
- die Kontrolle des Lebensmittel- und Marktverkehrs
- die Überwachung der Verwendung gültiger Maße und Gewichte
- gesundheitspolizeiliche Dienste bei Seuchen und Krankheiten
- die Kontrolle der Einhaltung der Sittlichkeit
Schon damals wurde die Weiterbildung der Beamten nicht vergessen. So schreibt die "Instruktion für den städtische Polizei-Inspektor" aus dem Jahre 1795 vor, sich "mit den schon vorliegenden sowie mit denen von Zeit zu Zeit erfließenden diesfälligen höchstens und hohen Verordnungen zu seinem eigenen Nutzen bekannt zu machen" . Dies alles geschah für ein Gehalt von 150 Gulden, was doch bemerkenswert ist, wenn man bedenkt, dass dem Bürgermeister damals 200 Gulden zustanden.
In der "Instruktion für Polizeidiener der Stadtgemeinde Bregenz" vom 27. August 1841 ist auch erstmals – dem Sinne nach – die Prostitution erwähnt. So wurden den Polizisten aufgetragen, "die hiesigen schlechten Dirnen, die dem schlechten Lebenswandel nachgehen und daraus ein Gewerbe zu machen scheinen, anzuzeigen".
Seit dem Jahre 1876 hat die städtische Schutzwache auch die Bestätigung (welche Berufsgruppe kann heute schon darauf verweisen?), dass nur intelligente Schutzmänner angestellt werden.
Die Polizeiverordnungen früherer Jahre verboten manche Sitten und Bräuche, die damals gang und gäbe waren. Ein Punkt kehrt in diesen Verordnungen immer wieder und wendet sich – allerdings vergeblich – gegen die "alte Gewohnheit des sich Zutrinkens und Extrinkens, wodurch Trunkenheit Vorschub geleistet" werde. |