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Quartiersentwicklung Leutbühel, Bauabschnitt I

Start Bauabschnitt 1

Im Zuge der Quartiersentwicklung des Leutbühels erfolgt ab September die Umsetzung des ersten Bauabschnitts zur Umgestaltung der Kirchstraße und der Römerstraße.

Am Montag, 17. September 2018, begannen die ersten erforderlichen Baumaßnahmen. Die Arbeiten befinden sich im Zeitplan. Nahezu die gesamt unterirdische Infrastruktur wurde erneuert. Bis auf die bergseitigen Gebäude an der Römerstraße haben alle Häuser neue Strom-, Gas-, Wasser- und Telekomleitungen erhalten. Nun folgt eine Winterpause bis voraussichtlich 21. Jänner damit nicht nur die Zugänge zu den Häusern, sondern auch zu den Geschäften in der Vorweihnachtszeit und über die Festtage ungestört möglich ist. Während dieser Pause sind Römer- und Kirchstraße wieder befahrbar. Zu diesem Zweck wird die Tragschicht eingebaut.

Am Montag, 21. Jänner 2019, werden die Baumaßnahmen in der Kirch- und Römerstraße wieder aufgenommen und werden bis voraussichtlich Anfang Mai 2019 (je nach Witterung) andauern. Es erfolgt die gestalterische Ausarbeitung und die Möblierung der Straßenzüge, die Bäume werden gesetzt sowie seeseitig die geplante Arkade entlang der Römerstraße errichtet.  

Wegleitung während der Bauarbeiten

Während dieser Bauarbeiten wird die Kirchstraße für den gesamten Verkehr gesperrt. In der Römerstraße ist die Zufahrt für die direkten Anrainerinnen und Anrainer sowie die Zulieferer bis zur Einfahrt zum Hof des Hotels "Weißes Kreuz" möglich.

Über Sperren der Römerstraße werden Sie rechtzeitig informiert. Die Wohnungen und Geschäfte sind während der gesamten Bauzeit erreichbar, wir bitten jedoch um Verständnis, dass es zu kurzen Wartezeiten kommen kann.

Für die Buslinie 12c erfolgt großräumig eine Umleitung über den Ölrain direkt zur Haltestelle "Kolumbanstraße/LKH." Die Linie 12d entfällt bis zum Abschluss der Bauarbeiten. In der Maurachgasse wird für die Zeit der gesamten Bauphase eine Ladezone eingerichtet. Zudem sind auf dem Leutbühel von 6 bis 10 Uhr und 18 bis 20 Uhr Ladetätigkeiten gestattet.

Der Hausmüll (Bio-, Kunststoff- und Restmüll sowie Papier) wird weiterhin laut Abfuhrkalender abgeholt. Wir bitten Sie jedoch, Ihren Abfall zu den im beiliegenden Plan markierten provisorischen Sammelstellen zu bringen.Wir sind gemeinsam mit den beauftragten Unternehmen bemüht, die Arbeiten reibungslos durchzuführen und so rasch wie möglich zu beenden.

Bei offenen Fragen steht Ihnen Herr Dipl.-Ing. (FH) Stefan Carotta, Dienststelle Tiefbau, unter der Telefonnummer 05574/410-1332 gerne zur Verfügung.

Bauphase 1 - Plan für provisorische Wegführung, Ladezone und Müllabfuhr

Häufig gestellte Fragen

Warum wurden die Parkplätze in der Römerstraße aufgelassen?

Lebensraum geht vor Parkraum. Die Parkplätze wurden entfernt, um die gewonnenen Flächen den Fußgängerin­nen und Fußgängern und Radfahrenden zur Verfügung zu stellen. Das schafft Platz für Miteinander. Ein breites Vordach im seeseitigen Bereich der Römerstraße lädt zum Flanieren und Verweilen ein. Entlang der bergseiti­gen Häuserzeile in der Römerstraße entsteht eine neue Baumallee. Die neue Bushaltestelle befindet sich im öst­lichen Bereich der Römerstraße, Ecke Kirchstraße.

Was war die besondere Schwierigkeit beim Tiefbau?

Nahezu die gesamte unterirdische Infrastruktur wurde er­neuert, wobei alle Häuser neue Strom­, Gas­, Wasser­ und Telekomleitungen erhalten haben. Trotzdem wurde dafür gesorgt, dass alle Geschäfte und Zugänge zu den Häusern bestmöglich erreichbar waren. Dafür wurden insgesamt über zwei Dutzend Stege und „Brücken“ installiert.

Weshalb waren Archäologen auf der Baustelle?

Der Leutbühel, der östliche Bereich der Römerstraße  und der untere Teil der Kirchstraße befinden sich in  einer archäologischen Fundzone. Bei Bauarbeiten wurden 1968/1969 Reste einer spätrömischen Anlage und eines vermutlich valentinianischen Kleinkastells entdeckt. Die Firma Talpa aus Tirol war mit der archäo­logischen Baubegleitung beauftragt. Bei den Arbeiten  in der Römerstraße stieß man im Herbst auf neuzeit­liche archäologische Spuren, die in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt dokumentiert und karto­grafiert wurden.

Sind in der ohnehin schon schmalen Kirchstraße beidseitig Gehsteige notwendig?

Die Fahrspur in der Kirchstraße ist bewusst mittig projektiert, sodass beidseitig Fußgänger/­innen mehr Bewegungsfläche erhalten.

Warum wurde die Fahrspur verschmälert? 

Dies dient zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs, das haben Facherhebungen zum motorisierten Verkehr ergeben. Die Beschlüsse dazu werden mit Mai 2019 wie geplant umgesetzt.

Wie kam es zum gelben Straßenbelag?

Wie in der Rathausstraße wird der bisherige Stra­ßenraum als Begegnungszone zugunsten eines öffentlich genutzten Stadtraums umfunktioniert. Dieser Bereich wird gestalterisch als Signet für diese besondere Zone mit einem durchgehenden gelben Belag ausgeführt. Positive Erfahrungswerte aus der Rathausstraße und dem Kornmarkt fließen ein. 

Die Pflasterung in der Kirchstraße wurde entfernt, zwischengelagert und wird an anderer Stelle wieder eingebaut. Wie von Anfang an geplant, wird der Übergang zur Begegnungszone mit einem speziel­len, farblich abgestimmten Kopfsteinpflaster gestal­tet. Der neue Belag in der Begegnungszone dient der Reduktion von Rollgeräuschen und wird generatio­nen­ und behindertengerecht ausgeführt. 

Wird künftig die ganze Innenstadt gelb?

Keineswegs. Die Planung für die weitere Bauetappe für die Maurachgasse sieht beispielsweise eine  Pflasterung zur Anbindung in die Oberstadt vor.

Kann ich mich für die nächste Bauetappe noch einbringen?

Teilhabe und Mitwirkung engagierter Bürger/­in­nen sind gewünscht! Ausgehend von den ersten Initiativen für die Veränderungen im Quartier hat die Stadt bereits für die Projektentwicklung des Bauabschnitts I einen Bürgerbeteiligungsprozess durchgeführt. So konnten wichtige Klärungen für die zukünftige Nutzung und Verkehrsorganisation erfolgen, die in die Studien und Projektierung der Fachleute einflossen. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Anrainerinnen, Anrainern, Wirtschaftstreiben­den, Architektinnen, Architekten, Vertreterinnen und Vertretern des Stadtmarketings sowie der Bau­abteilung und eine Lenkungsgruppe für die Weiter­entwicklung des Projektes haben mitgewirkt. 2018 wurde in der Stadtvertretung der so ausgearbeitete Projektbeschluss zur Umsetzung des Teilbereichs Kirchstraße/Römerstraße beschlossen. Auch für den Bauabschnitt II ist ein zweistufiges Bürgerbeteili­gungsverfahren geplant. Wir freuen uns über alle, die mitdenken und mitarbeiten. Eine Einladung folgt.

Wann geht es weiter?

Nach Abschluss von Bauetappe I lädt die Stadt Bürgerinnen und Bürger zur nächsten Beteili-gungsphase in der Quartiersentwicklung ein. Die Ergebnisse dieser Phase sind Grundlage für die weitere Ausarbeitung der Detailpläne für Bauab-schnitt II (Leutbühel, Maurachgasse und Deuring-straße). Deren Umsetzung ist vorbehaltlich der po-litischen Beschlüsse für Herbst 2020 vorgesehen.