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Bauabschnitt I

Am 11. Mai ist im Rahmen der Quartiersentwicklung Leutbühel die Eröffnung der neu gestalteten Kirchstraße und Römerstraße vorgesehen. Damit die Fertigstellung dieser ersten Bauetappe bis dahin gesichert ist, wird weiterhin mit Hochdruck gearbeitet.

Im September 2018 begannen die ersten erforderlichen Baumaßnahmen. Nahezu die gesamte unterirdische Infrastruktur wurde erneuert, alle Häuser erhielten neue Strom-, Gas-, Wasser- und Telekomleitungen. Nach einer Winterpause erfolgte im Januar die gestalterische Ausarbeitung und Möblierung der Straßenzüge, Bäume wurden gesetzt sowie seeseitig die geplante Arkade entlang der Römerstraße errichtet.

Nachdem nun in der Römerstraße die letzten Leitungen für die dortige unterirdische Infra­struktur gelegt wurden, wird seit Anfang April die Asphalttragschicht im Bereich zwischen dem Kindermode­geschäft "Kleiner Sagmeister" und der Einfahrt in den Hof des "Weißen Kreuzes" einge­baut. Ebenfalls wurde mit Oberflächenarbeiten zwischen dem Stadtgasthaus und der Montfortstraße begonnen. Da­bei werden dann unter ande­rem Randsteine verlegt sowie Radbügel, Bänke und Baumscheiben ge­setzt. Der Übergang zur Begegnungszone wird analog dem Bereich rund um die frü­here "Uwe’s Bierbar" gepflastert.

Und auch in der Kirchstraße sind die Bau­arbeiten in der Zwischenzeit so weit fortge­schritten, dass bereits der gelbe Asphaltbelag verlegt wird. Auch mit der Arkade entlang des GWL in der Römerstraße wur­de bereits begonnen.

Erste Vorarbeiten wie der Ab­bruch der Terrasse des Café Leutbühel und der Gipskarton­decke unter dem alten Lauben­gang sind erledigt, die Maueranker zur Befestigung der späteren Stahlträger schon gesetzt. Die Stahlträger selbst werden ebenfalls im April montiert.


Die meistgestellten Fragen

Warum wurden die Parkplätze in der Römerstraße aufgelassen?
Lebensraum geht vor Parkraum. Die Parkplätze wurden entfernt, um die gewonnenen Flächen den Fußgängerinnen und Fußgängern und Radfahrenden zur Verfügung zu stellen. Das schafft Platz für Miteinander. Ein breites Vordach im seeseitigen Bereich der Römerstraße lädt zum Flanieren und Verweilen ein. Entlang der bergseitigen Häuserzeile in der Römerstraße entsteht eine neue Baumallee. Die neue Bushaltestelle befindet sich im östlichen Bereich der Römerstraße, Ecke Kirchstraße.

Was war die besondere Schwierigkeit beim Tiefbau?
Nahezu die gesamte unterirdische Infrastruktur wurde erneuert, wobei alle Häuser neue Strom-, Gas-, Wasser- und Telekomleitungen erhalten haben. Trotzdem wurde dafür gesorgt, dass alle Geschäfte und Zugänge zu den Häusern bestmöglich erreichbar waren. Dafür wurden insgesamt über zwei Dutzend Stege und "Brücken" installiert.

Weshalb waren Archäologen auf der Baustelle?
Der Leutbühel, der östliche Bereich der Römerstraße und der untere Teil der Kirchstraße befinden sich in einer archäologischen Fundzone. Bei Bauarbeiten wurden 1968/1969 Reste einer spätrömischen Anlage und eines vermutlich valentinianischen Kleinkastells entdeckt. Die Firma Talpa aus Tirol war mit der archäologischen Baubegleitung beauftragt. Bei den Arbeiten in der Römerstraße stieß man im Herbst auf neuzeitliche archäologische Spuren, die in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt dokumentiert und kartografiert wurden.

Sind in der ohnehin schon schmalen Kirchstraße beidseitig Gehsteige notwendig?
Die Fahrspur in der Kirchstraße ist bewusst mittig projektiert, sodass beidseitig Fußgänger/-innen mehr Bewegungsfläche erhalten.

Warum wurde die Fahrspur verschmälert?
Dies dient zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs, das haben Facherhebungen zum motorisierten Verkehr ergeben. Die Beschlüsse dazu werden mit Mai 2019 wie geplant umgesetzt.

Wie kam es zum gelben Straßenbelag?
Wie in der Rathausstraße wird der bisherige Straßenraum als Begegnungszone zugunsten eines öffentlich genutzten Stadtraums umfunktioniert. Dieser Bereich wird gestalterisch als Signet für diese besondere Zone mit einem durchgehenden gelben Belag ausgeführt. Positive Erfahrungswerte aus der Rathausstraße und dem Kornmarkt fließen ein. Die Pflasterung in der Kirchstraße wurde entfernt, zwischengelagert und wird an anderer Stelle wieder eingebaut. Wie von Anfang an geplant, wird der Übergang zur Begegnungszone mit einem speziellen, farblich abgestimmten Kopfsteinpflaster gestaltet. Der neue Belag in der Begegnungszone dient der Reduktion von Rollgeräuschen und wird generationen- und behindertengerecht ausgeführt.

Wird künftig die ganze Innenstadt gelb?
Keineswegs. Die Planung für die weitere Bauetappe für die Maurachgasse sieht beispielsweise eine Pflasterung zur Anbindung in die Oberstadt vor.

Kann ich mich für die nächste Bauetappe noch einbringen?
Teilhabe und Mitwirkung engagierter Bürger/-innen sind gewünscht! Ausgehend von den ersten Initiativen für die Veränderungen im Quartier hat die Stadt bereits für die Projektentwicklung des Bauabschnitts I einen Bürgerbeteiligungsprozess durchgeführt. So konnten wichtige Klärungen für die zukünftige Nutzung und Verkehrsorganisation erfolgen, die in die Studien und Projektierung der Fachleute einflossen. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Anrainerinnen, Anrainern, Wirtschaftstreibenden, Architektinnen, Architekten, Vertreterinnen und Vertretern des Stadtmarketings sowie der Bauabteilung und eine Lenkungsgruppe für die Weiterentwicklung des Projektes haben mitgewirkt. 2018 wurde in der Stadtvertretung der so ausgearbeitete Projektbeschluss zur Umsetzung des Teilbereichs Kirchstraße/Römerstraße beschlossen. Auch für den Bauabschnitt II ist ein zweistufiges Bürgerbeteiligungsverfahren geplant. Wir freuen uns über alle, die mitdenken und mitarbeiten. Eine Einladung folgt.

Wann geht es weiter?
Nach Abschluss von Bauetappe I lädt die Stadt Bürgerinnen und Bürger zur nächsten Beteiligungsphase in der Quartiersentwicklung ein. Die Ergebnisse dieser Phase sind Grundlage für die weitere Ausarbeitung der Detailpläne für Bauabschnitt II (Leutbühel, Maurachgasse und Deuringstraße). Deren Umsetzung ist vorbehaltlich der politischen Beschlüsse für Herbst 2020 vorgesehen.

Stadtplanung und Mobilität

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