Das Bild zeigt Kinderreporterin Lina mit dem Leiter des Meldeamtes, Rainer Martin.
© Stadt Bregenz

Kinderreporterin zu Besuch im Meldeamt

Unsere Kinderreporterin Lina hat sich im Vorfeld der Gemeindevertretungswahlen 2025 im Meldeamt umgeschaut. Hier ist ihr Bericht.

"Die wichtigsten Wahlhelfer: die Wahlurnen. In die Wahlurnen werfen die Wahlberechtigten am Wahltag ihre Stimmzettel. Da kommt natürlich die Frage auf: Was machen Wahlurnen eigentlich, wenn keine Wahlen sind? Machen sie Urlaub auf einer schönen Südseeinsel? Oder wandern sie in den Bergen? Die Wahrheit ist: Sie warten auf dem Dachboden des Rathauses einfach gespannt auf ihren nächsten Einsatz. Denn am 16. März 2025 finden in Bregenz die nächsten Wahlen, die Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterdirektwahl, statt.

Erst seit dem Jahr 2000 wählt übrigens das Volk den Bürgermeister direkt und nicht wie früher die Stadtvertretung. Als Kinderreporterin durfte ich Martin Rainer, der im Meldeamt für Wahlen zuständig ist, mit Fragen löchern und habe viel Spannendes erfahren. Er kümmert sich seit 30 Jahren darum, dass bei den Wahlen alles glatt läuft. Wenn er mal fehlen sollte, kann er sich auf sein Team verlassen. Es ist eine große Herausforderung, alles zu planen, aber für ihn ist es ja schon Routine, und Vorgaben gibt es auch durch das Gesetz.

Wenn man weiß, wie viele Wahlberechtigte es gibt, kann man ausrechnen, wie viele Wahllokale man braucht. 2025 gibt es in Bregenz 21.000 Wahlberechtigte. Für 700 bis 800 Wahlberechtigte braucht man ein Wahllokal, insgesamt also 29 Wahllokale in Kindergärten, Schulen, Sozialzentren, im Rathaus und in der Stadtbücherei. Für jedes Wahllokal braucht man am Wahltag drei bis vier Personen, Unterstützung vom Bauhof und jemanden mit dem Schlüssel und so weiter. Es sind zwei Wahlen – unabhängig voneinander – für die Stadtvertretung und den:die Bürgermeister:in. Man hat jeweils 34.000 Stimmzettel drucken lassen, 21.000 werden an die Wahlberechtigten verschickt, 5.000 für die Briefwahl, und dann hat man noch eine große Reserve, damit Stimmzettel am Wahltag nicht ausgehen.

Gedruckt werden die Stimmzettel und amtliche Wahlinformation im Burgenland bei einer riesengroßen Druckerei, die auch die Unterlagen verschickt. Es sind weiße Stimmzettel für die Gemeindevertretung und gelbe Stimmzettel für die Bürgermeisterwahl. Stimmzettel sollen immer neutrale Farben haben, mit denen man nicht direkt eine Partei verbindet. Farbig sind die Stimmzettel sonst nur bei Landtagswahlen, wenn man die vier Bezirke Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Bludenz unterscheiden muss, damit niemand seinen Zettel im falschen Bezirk abgeben kann.

Leider dürfen wir Kinder noch nicht selbst wählen und auch nicht mit den Eltern in die Wahlkabine gehen. Das darf nämlich grundsätzlich niemand, weil es ja eine geheime Wahl ist. Aber meist dürfen Babys oder kleine Kinder doch mit, solange sie noch nicht lesen können und nicht erzählen, was Mama oder Papa gewählt haben. 

Toll, dass ich all diese spannenden Sachen erfahren durfte, und ich bin sicher, dass in diesem Jahr wieder alles ohne Probleme klappt.

Vielen Dank an die Kinderreporter:in Lina für ihren Bericht!

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