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Ego Sum. Ich Bin.

Marianne Greber

Marianne Grebers künstlerische Arbeiten entstehen im Dialog mit Drag Queens, Transvestiten, Transgender-Menschen, die keine Objekte fotografischer Neugier und künstlerischen Ausbeutungswillens sind, sondern an einem partizipativen ästhetischen Prozess teilnehmen. Im diskursiven Ping Pong entstehen Ideen für Motivwahl, Bildkomposition und Strategien der Repräsentanz. Ihre Arbeit fühlt sich nicht der konventionellen Schönheit an sich verpflichtet, sondern versucht, ästhetische Reize dort aufzuspüren, wo die meisten nicht hinsehen: in den Zonen jenseits von sexueller Kodifizierung und gesellschaftlichem Regelverhalten.

In ihrer Ausstellung präsentiert Marianne Greber Sequenzen aus ihrer langjährigen Fotoarbeit mit Transgender-Menschen, die in Havanna/Kuba 1997 begonnen hat. Anschließend tauchte Greber in das Leben brasilianischer Transfrauen in Rio de Janeiro, Salvador da Bahia und Europa ein. Ihre jüngste Arbeit aus Lima/Peru wird ebenso zu sehen sein, wie eine eigens für die Ausstellung im Magazin 4 erarbeitete Fortsetzung der Werkreihe „Das Letzte Abendmahl“ (Rio de Janeiro, Brasilien, 2008) und „Das Erste Frühstück“ (Oita, Japan, 2016) in Fotografien und Kurzfilmen. 

  • 18. November 2018 bis 27. Januar 2019
              Dienstag bis Sonntag 12.00 - 18.00 Uhr
              außer 25./26.12.2018 und 01.01.2019
  • Magazin 4, 2. OG

Pressegespräch
Freitag, 16. November 2018, 10.30 Uhr

Eröffnung
Samstag, 17. November 2018, 19.00 Uhr

Kurzbiografie

Marianne Greber (*1963 in Andelsbuch) war Spitzensportlerin im österreichischen Langlauf-Nationalteam, bevor sie Romanistik an der Universität Wien, Europäisches Kulturmanagement an der Marcel Hicter-Foundation in Brüssel sowie künstlerische Fotografie bei Friedl Kubelka in Wien studierte. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin in Wien.

Begleitprogramm

  • Themenbezogene Vorträge und Künstlergespräche
  • Kinoabende in Kooperation mit dem Filmforum
  • Ausstellungskooperation mit dem Theater Kempten
  • Theaterstück DI_VER*SE von Barbara Herold, das sich auf vorurteilsfreie und humorvolle Weise mit dem verinnerlichten Geschlechterverständnis beschäftigt