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Ilija Trojanow und Asfa-Wossen Asserate

Lesung und Gespräch

Im Magazin 4 treffen zwei ungewöhnliche Persönlichkeiten – Ilija Trojanow und Asfa-Wossen Asserate – aufeinander. Ihr gemeinsames Thema ist die Flucht. Weltweit fliehen eine Milliarde Menschen vor Krieg, Hunger und Gewalt. Meist steht die Anzahl der Flüchtenden oder die dramatische, schreckliche und gefährliche Flucht Einzelner im Mittelpunkt des medialen Interesses. Doch was geschieht danach, wenn der Mensch kein Flüchtender mehr ist? Ilija Trojanow schreibt sehr persönlich darüber, wie ihn seine Flucht noch immer prägt und ob so etwas wie eine transnationale Existenz möglich ist.

Asfa-Wossen Asserate stellt sein Buch „Die neue Völkerwanderung: Wer Europa bewahren will, muss Afrika retten“ vor. Der Bestsellerautor gilt als einer der besten Kenner Afrikas. Er schildert die Ursachen der Massenflucht aus Afrika und appelliert an die europäischen Staaten, ihre Politik gegenüber dem Nachbarkontinent grundlegend zu ändern. Abschließend findet ein Podiumsgespräch mit beiden Autoren statt. 

  • 19.00 Uhr
  • Dienstag, 27. Februar 2018
  • Magazin 4, EG

Kurzbiografien

Ilija Trojanow (*1965 in Sofia) floh mit seiner Familie 1971 über Jugoslawien und Italien nach Deutschland, wo sie politisches Asyl erhielt. 1972 zog die Familie weiter nach Kenia. Es folgten ein Aufenthalt in Paris und das Studium der Rechtswissenschaften und Ethnologie in München. Dort gründete er den Kyrill & Method Verlag und den Marino Verlag. Seine Romane und Reisereportagen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Asfa-Wossen Asserate (*1948 in Addis-Abeba) lebt seit Ende der 1960er-Jahre als Unternehmensberater für Afrika und den Mittleren Osten sowie als Buchautor in Deutschland. Er ist Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers Haile Selassie, über den er die vielbeachtete Biographie „Der letzte Kaiser von Afrika: Triumph und Tragödie des Haile Selassie“ geschrieben hat. 

Eine Zusammenarbeit der Landeshauptstadt Bregenz mit dem Franz-Michael-Felder-Archiv.