Auf diesem Bild sieht man Bürgermeister Michael Ritsch und Vizebürgermeister Roland Frühstück bei der Pressekonferenz im Rathaus "100 Tage Zukunft Bregenz"
Pressekonferenz 100 Tage Zukunft Bregenz © Stadt Bregenz

100 Tage Zukunft Bregenz: Erste Erfolge – Klare Ziele

Seit der konstituierenden Sitzung der Bregenzer Stadtvertretung am 10. April 2025 sind über 100 Tage vergangen. Mit dem gemeinsam erstellten Arbeitsprogramm „Zukunft Bregenz 2025-2030“ legen die Fraktionen „Team Bregenz“ und „Bregenzer Volkspartei“ einen umfassenden Plan vor, der konkrete Maßnahmen in zentralen Bereichen wie Wohnen, Mobilität, Klima, Sozialem, Kultur und Bürgerbeteiligung vorsieht.

Die Zusammenarbeit der beiden Fraktionen manifestiert eine neue Arbeitskultur in der Landeshauptstadt Bregenz, die durch Weitsicht, Ambition und Gesprächsbereitschaft geprägt ist.

Nach den ersten 100 Tagen im Amt ziehen Bürgermeister Michael Ritsch und Vizebürgermeister Roland Frühstück eine erste Bilanz über die erfolgreich umgesetzten Projekte des Arbeitsprogramms „Zukunft Bregenz 2025-2030“. Zugleich geben sie einen Ausblick auf geplante Initiativen und künftige Schwerpunkte der Landeshauptstadt Bregenz.

Wohnen und Stadtentwicklung

Soziale Wohnbauten
Ein Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit liegt in der Schaffung von leistbarem und modernem Wohnraum für alle Generationen in Bregenz. In Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Wohnbauträgern ist der Neubau von 600 Wohnungen und die Sanierung von weiteren 230 bestehenden Wohneinheiten auf Schiene gebracht worden. Die geplante Neugestaltung der Südtirolersiedlung in der Rheinstraße gilt als Meilenstein für die Weiterentwicklung des sozialen Wohnbaus. Allein hier entstehen mit 320 neuen und ca. 80 sanierten insgesamt 400 moderne und komfortable Wohnungen. Weitere soziale Wohnbauprojekte entstehen derzeit in der Mariahilfstraße und in der Holzackergasse. Im Bau befinden sich auch mehrere Mietkauf-Wohnungen, die insbesondere der jüngeren Generation den Erwerb von Wohnungseigentum erleichtern wird und ein wichtiges Angebot für die Menschen in der Landeshauptstadt Bregenz ist. Im April 2025 wurden die Wohnungen in der Feldmoosgasse feierlich an ihre Mieter:innen übergeben. Zusätzlich wird die „Siedlung an der Ach“ umfassend saniert. Derzeit laufen die Arbeiten an sieben Objekten in der Achsiedlungsstraße. In weiterer Folge soll die Sanierung auf die gesamte Achsiedlung ausgedehnt werden.

Sozialzentrum Brachsenweg
Ein weiteres wichtiges Thema des Arbeitsprogrammes „Zukunft Bregenz 2025-2030“ ist der Neubau des Sozialzentrums Brachsenweg. Dieses wird aus sechs Wohnbereichen für insgesamt 90 hilfs- und pflegebedürftige ältere Menschen bestehen. Es sind zusätzlich Einheiten für „betreutes“ oder „betreubares“ Wohnen, eine Tagesbetreuung für Senior:innen,

eine Kleinkindbetreuung und ein Gesundheitszentrum für ambulante Dienste geplant. Somit wird die Gesundheitsversorgung im Vorkloster für die Bürger:innen langfristig gesichert.

Frauennotwohnung
Das Thema Frauen – insbesondere der Schutz von Frauen – hat für die Landeshauptstadt Bregenz einen hohen Stellenwert. Im Stadtgebiet ist die Errichtung eines weiteren, dritten Schutzstandortes für von Gewalt betroffene Frauen vorgesehen.

Seebad Bregenz
Ende Mai wurde das neue Seebad – bestehend aus dem neu errichteten Hallenbad und dem umfassend sanierten Strandbad – feierlich eröffnet und erfreut sich seither großer Beliebtheit bei den Badegästen. Im kommenden Herbst wird die nächste Etappe des Projektes eingeleitet: Das alte Hallenbad wird abgetragen, um Platz für eine erweiterte Freizeitfläche im Strandbad zu schaffen. Geplant sind unter anderem eine großzügige Spielwiese, ein Beachvolleyballfeld, ein Fußballplatz sowie weitere Angebote für sportliche Betätigung. Ergänzend dazu erfolgt eine Erneuerung des Geh- und Radweges rund um das Seebad Bregenz.

Umgestaltung Jahnstraße
Einstimmig beschlossen von der Bregenzer Stadtvertretung wurde auch die Sanierung und Umgestaltung der Jahnstraße. Durch die Einführung einer Begegnungszone wird der Verkehr beruhigt und die Lebens- und Aufenthaltsqualität vor Ort gesteigert. Von besonderer Bedeutung ist die Errichtung einer Bauminsel, die zur Begrünung und Verschönerung des Stadtbildes beiträgt. Eine Zick-Zack-Linie trägt zur Optimierung des Verkehrsflusses bei und schafft zugleich kurzzeitige Haltemöglichkeiten, etwa für schnelle Erledigungen oder zum Ein- und Aussteigen. Weiters konnte die Beibehaltung der Behindertenparkplätze gesichert werden. 

Verkehr & Mobilität

Parkraumbewirtschaftung
Die Bregenzer Stadtvertretung beschloss mit großer Mehrheit eine neue Parkabgabenverordnung, die ein 30-minütiges Gratisparken in Bregenz ermöglicht. Das neue Parkraummanagement entspricht dabei dem Wunsch eines großen Teils der Anwohner:innen im Stadtgebiet und kurbelt die Bregenzer Wirtschaft an. Durch die damit einhergehende Reduktion des Suchverkehrs unterstreicht die Landeshauptstadt Bregenz einmal mehr ihr Engagement für Klimaschutz.

Bahnhof Bregenz
Der Bahnhof Bregenz bleibt ein zentrales Thema innerhalb der Stadtverwaltung und wird in enger Abstimmung mit allen relevanten Stakeholdern – auch im Kontext von „Bregenz Mitte“ – mit Nachdruck weiterverfolgt. Ein erster Meilenstein ist die feierliche Eröffnung des provisorischen Ausweichgebäudes am 15. Juli 2025. Dieses in Holzbauweise errichtete Gebäude bietet einen modernen Wartebereich sowie Serviceeinrichtungen und wird bis zur Fertigstellung des neuen Bahnhofs als Übergangslösung dienen.

Geh- und Radwegunterführung
Die Landeshauptstadt Bregenz hat sich in der Stadtvertretungssitzung am 26. Juni 2025 für die Schließung der Eisenbahnkreuzung Vorklostergasse ausgesprochen. An deren Stelle soll eine moderne, sichere und barrierefreie Geh- und Radwegunterführung errichtet werden. Ziel der Maßnahme ist eine nachhaltige Verbesserung der Verkehrssicherheit sowie eine Stärkung des Fuß- und Radverkehrs. Eine einspurige Durchfahrt für Einsatzfahrzeuge soll allerdings erhalten bleiben – dies wird von den zuständigen Fachabteilungen derzeit geprüft.

Ein weiterer Punkt im Arbeitsprogramm „Zukunft Bregenz 2025-2030“ ist eine zeitgemäße Geh- und Radwegunterführung am Standort Hafen. Die Möglichkeit, eine Unterführung unter die Landesstraße zu legen – um die Fußgängerzone mit der Seepromenade zu verbinden – wurde geprüft. Dieses Thema soll demnächst in der Stadtvertretung behandelt werden.

Bildung und Kinderbetreuung

Kindergarten Weinschlössle
Die Stadtvertretung gab am 29. April 2025 grünes Licht für den Bau des Kinderhauses Weinschlössle. Es ersetzt den alten Kindergarten, der Ende dieses Jahres abgerissen wird. Die Pläne für das moderne Gebäude sehen zwei Gruppenräume für Kleinkinder bis zum dritten Lebensjahr sowie vier für Mädchen und Buben bis zum Schuleintrittsalter vor. Als Ausweichquartier während der Bauzeit werden die angemieteten Räumlichkeiten der Kinderbetreuungseinrichtung in der Weiherstraße dienen, um weiterhin ein hochwertiges und wohnortnahes Betreuungsangebot sicherzustellen.

Kleinkindbetreuung „Auf der Matte“
Ein weiteres Projekt, um der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerecht zu werden, ist der neue Kinderbetreuungsstandort „Auf der Matte“. Ein ehemaliges Wohnhaus wird derzeit umfassend saniert und durch einen Zubau erweitert, um eine moderne Kleinkindbetreuung für zwei Gruppen für Kinder im Alter von ein bis drei Jahren zu schaffen.

Durch die Umsetzung dieser Projekte erfüllt die Landeshauptstadt Bregenz das ambitionierte Ziel, ein Kleinkindbetreuungsangebot ohne Wartelisten sicherzustellen.

Klimaschutz und Umwelt
Bei sämtlichen Projekten und Maßnahmen der Landeshauptstadt Bregenz wird dem Thema Klimaschutz ein besonderer Stellenwert eingeräumt. So wird bei allen Beschlussempfehlungen eine Klimarelevanzprüfung durchgeführt, um die Auswirkungen der einzelnen Entscheidungen auf das Klima abzuschätzen und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Zentral ist dabei die Durchführung und Fertigstellung des Nahwärmenetzes Weidach. Durch diese Maßnahme werden die Stadtteile Weidach und Rieden mit regionaler, nachhaltiger Energie versorgt. Ein weiterer Beitrag ist die Seewassernutzung für die Wärme- und Kälteversorgung des neuen Hallenbades und des Festspielhauses mittels Wärmepumpen und „free cooling“.  

Ausblick auf weitere Projekte

Weitere Projekte sind derzeit in Diskussion und sollen in künftige Planungen einfließen.

Hochgarage
In konkreter Planung befindet sich die Errichtung einer Hochgarage im Festspielbezirk. Durch sie entstehen bis zu 600 zusätzliche Parkmöglichkeiten – ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Infrastruktur und zur Vorbereitung eines möglichen Hotelstandortes. Durch zusätzliche Übernachtungskapazitäten für Urlaubsgäste, Besucher:innen der Bregenz Festspiele und Kongressteilnehmer:innen wird Bregenz als Wirtschafts- und Kulturstandort nochmals deutlich attraktiver. Im Herbst sind Gespräche zu diesem Vorhaben mit dem Landesgestaltungsbeirat geplant.

Friedhöfe
Die Fraktionen „Team Bregenz“ und „Bregenzer Volkspartei“ beschränken ihre Arbeit nicht nur auf die im Arbeitsprogramm festgelegten Schwerpunkte, sondern setzen sich auch für weitere wichtige Themen ein. So besteht Einigkeit darüber, dass ein Waldfriedhof am Gebhardsberg entstehen soll – als Antwort auf den Wunsch vieler Bürger:innen nach naturnaher Bestattung in ruhiger Umgebung. Zudem soll die Aufenthaltsqualität an allen Bregenzer Friedhöfen durch mehr schattenspendende Bäume sowie mehr Sitzmöglichkeiten erhöht werden.

Stadtbücherei
Auch im Bereich Kultur wird an zukunftsweisenden Projekten gearbeitet. Ein Ziel ist es beispielsweise die Stadtbücherei zu einer modernen und zukunftsfähigen Einrichtung weiterzuentwickeln. Das bestehende Angebot der Stadtbücherei wird von der Bevölkerung nach wie vor sehr geschätzt. Gleichzeitig bestehen jedoch hinsichtlich der derzeitigen Räumlichkeiten Verbesserungspotenziale. Als bevorzugter Standort für eine mögliche Neugestaltung wird das Weiherviertel betrachtet, das aufgrund seiner zentralen Lage und seinen infrastrukturellen Voraussetzungen ideale Rahmenbedingungen für eine zeitgemäße und nachhaltige Umsetzung bieten würde.

Bürgermeister Michael Ritsch blickt mit Zuversicht auf eine weiterhin konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit in der laufenden Legislaturperiode: „Die Zusammenarbeit mit Vizebürgermeister Roland Frühstück und der ‚Bregenzer Volkspartei‘ verläuft äußerst ergebnisorientiert und wertschätzend. Bereits in den ersten 100 Tagen konnten zahlreiche wichtige Projekte in Angriff genommen werden, von denen sich einige bereits in der Umsetzung befinden. Mein Dank gilt allen Fraktionen für die konstruktive Gesprächskultur und engagierte Zusammenarbeit, die unsere Stadt nachhaltig stärkt und zukunftsfit macht.“

Vizebürgermeister Roland Frühstück betont: „Wie wir ja alle wissen, kommen Bürgermeister Michael Ritsch und ich aus unterschiedlichen politischen Familien. Uns eint aber seit vielen Jahren die gemeinsame Liebe zu Bregenz. Seit dem ersten Tag unserer Zusammenarbeit arbeiten wir daran, Bregenz zukunftssicherer und noch attraktiver zu machen. Wir ziehen am gleichen Strang und versuchen, ohne Streit und ohne Parteigeplänkel auf Augenhöhe für Bregenz zusammenzuarbeiten.“

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