Gelebte Integration in Bregenz
Im Rahmen des Projekts „Gemeinnützige Tätigkeiten für Asylwerbende“ der Landeshauptstadt Bregenz leisten Asylwerbende derzeit wertvolle Unterstützung bei der Pflege des Friedhof Blumenstraße.
Unter Anleitung des städtischen Personals übernehmen sie die Rasenpflege sowie weitere Instandhaltungsmaßnahmen und leisten so einen wichtigen Beitrag zum gepflegten Erscheinungsbild des Friedhofs.
„Der Einsatz der Asylwerbenden zeigt, dass Integration am besten durch Mitwirken und Begegnung gelingt. Gemeinsames Arbeiten schafft Vertrauen und stärkt die Gemeinschaft“, freut sich Bürgermeister Michael Ritsch.
Bund, Länder und Gemeinden können Asylwerbende im Rahmen gemeinnütziger Hilfstätigkeiten in verschiedenen Bereichen einsetzen. Dadurch werden Gemeinwohl, Begegnung und interkulturelles Verständnis gefördert. Die Organisation und Abwicklung erfolgt über die Caritas.
Vizebürgermeister Roland Frühstück fügt hinzu: „Ich habe mich dafür eingesetzt, die gemeinnützige Tätigkeit zu stärken und gleichzeitig den Friedhof in einen gepflegten Zustand zu bringen“.
Ein ähnliches Konzept stellt die Integrationstätigkeit dar, die ebenso wie die gemeinnützige Tätigkeit über die Caritas abgewickelt wird. Hierbei können gemeinnützige und kirchliche Vereine und Privatpersonen, die bestimmte Anforderungen erfüllen, Unterstützung von Asylwerbenden in Anspruch nehmen. Die Art der Unterstützung reicht von Reinigungstätigkeiten im Haushalt über einfache Gartenarbeit, Schneiden von Hecken und Sträuchern bis hin zur Schneeräumung von Vorplätzen. Mögliche Einsatzbereiche bei gemeinnützigen und kirchlichen Vereinen umfassen Unterstützung bei der Garten- und Landschaftspflege, Mithilfe bei Umweltschutzprojekten oder bei Veranstaltungen, Reinigung von Vereinslokalen und Pflege von Sportplätzen.
„Wir laden Vereine und Privatpersonen ein, die Unterstützung durch Asylwerbende zu nutzen. So wird Integration gefördert, Begegnungen geschaffen und Menschen aktiv in unsere Gemeinschaft eingebunden“, betont Stadtrat Michael Felder.
Bei der gemeinnützigen Tätigkeit sowie der Integrationstätigkeit handelt es sich um ehrenamtliches Engagement, für das eine Spende zum Tragen kommt. Die empfohlene Spende beträgt 6 Euro pro Stunde je Helfer:in. Von der Caritas erhält die Person nach Übermittlung der Einsatzbestätigung am Ende des Monats einen Anerkennungsbeitrag von 4 Euro/ Stunde (bis maximal 110 Euro pro Monat, das entspricht 27,5 Einsatzstunden). Die restlichen 2 Euro finanzieren Versicherung und Organisationsaufwand. Asylwerbende sind während ihres Einsatzes über das Land Vorarlberg haftpflichtversichert.
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