Landesrätin Katharina Wiesflecker, Intendantin Elisabeth Sobotka und Mädchengruppe Mittelschule Rieden ©Raphael Sturm

Girls Day: Techniktag für Mädchen in Bregenz

Am 28. April 2022 ging der von der Stadt Bregenz organisierte Girls Day über die Bühne.

Die Informationsveranstaltung bot Schülerinnen der Bregenzer Mittelschulen Rieden und Schendlingen die Möglichkeit, technische Berufsfelder kennenzulernen. Sie durften hinter die Kulissen des Festspielhauses und der Bregenzer Festspiele sowie der Vorarlberger Kulturhäuser blicken. An dem internationalen Aktionstag können Mädchen ihre Kompetenzen für technische, handwerkliche oder naturwissenschaftliche Bereiche, die oft von Männern dominiert sind, entdecken oder verfestigen.

Für die Mädchen der dritten Schulstufe war es ein aufregender Tag: Im Festspielhaus durften sie sich selbst am Mischpult und hinter der Kamera beweisen. Bei den Vorarlberger Kulturhäusern wurden ihnen im vorarlberg museum, im Landestheater und im KUB verschiedene technische Gewerke nähergebracht und unterschiedliche Berufe erklärt.

„Beim Girls Day geht es darum, den Mädchen Berufswege jenseits traditioneller Rollenvorstellungen aufzuzeigen. Oft fehlen ihnen weibliche Vorbilder, die ihnen eine technische Karriere vorleben. Solche Role Models machen Mut, selbst diesen Berufsweg einzuschlagen. Bei den vier beliebtesten Lehrberufen von Mädchen in Vorarlberg ist aktuell ein technischer Beruf – die Metalltechnikerin – mit dabei. Das ist eine Entwicklung, die wir weiter vorantreiben wollen“, erklärt Vizebürgermeisterin Sandra Schoch.

Sowohl bei den Bregenzer Festspielen als auch bei den Vorarlberger Kulturhäusern hatten die Mädchen Gelegenheit, sich mit weiblichen Vorbildern über deren (technische) Ausbildungs- und Berufswege auszutauschen.

Für Elisabeth Sobotka, Intendantin der Bregenzer Festspiele, setzt die Aktion ein wichtiges Zeichen: „Wir unterstützen den Girls Day gerne, damit in Zukunft – so hoffe ich – gar kein Girls Day mehr notwendig ist.“ Ähnlich formuliert es Almut Jacob, stellvertretende Leitung der Technik bei den Vorarlberger Kulturhäusern. „Ich finde es bemerkenswert, dass wir im Jahre 2022 überhaupt noch einen Girls Day benötigen. Da spiegelt sich das genderbehaftetes Rollenverständnis unserer Gesellschaft leider auch in der Berufswahl wider. Umso wichtiger ist es, mit dem Girls Day vielfältige Entwicklungschancen in den technischen Berufen aufzuzeigen.“

Auch Landesrätin Katharina Wiesflecker ließ es sich nicht nehmen, die Schülerinnen persönlich zum Girls Day zu begrüßen: „Es ist wichtig, die traditionellen Rollenbilder zwischen den Geschlechtern aufzuweichen. Der Girls Day ermöglicht es den Mädchen, in technische Berufe zu schnuppern. Es freut mich, dass es dafür ein großes Interesse gibt.“

Aufgrund der Initiative des Fachbereichs Frauenservice und Gleichstellung der Landeshauptstadt Bregenz gab es am diesjährigen Girls Day Aktionen und Projekte in mehreren Städten und Gemeinden in Vorarlberg.

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