Ich bin StadtNatur – neues Begrünungskonzept auf Bregenzer Friedhöfen
Friedhöfe sind Orte des Gedenkens – können aber gleichzeitig wertvolle Naturoasen mitten in unserer Stadt sein. Bäume, Hecken, Grünflächen, Natursteine und Mauern schaffen vielfältige Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Diese stillen Rückzugsorte tragen zur biologischen Vielfalt bei und wirken sich positiv auf Luftqualität und Mikroklima aus.
Die Stadtgärtnerei Bregenz hat ein ökologisches und nachhaltiges Konzept für die Friedhofsbegrünung ausgearbeitet. Aus Gründen des Naturschutzes wird bewusst auf den Einsatz von Herbiziden zur sogenannten „Unkraut“-Bekämpfung verzichtet. Stattdessen werden versiegelte oder geschotterte Flächen in ökologisch wertvollen Trittrasen aus regionalem Natur-Saatgut umgewandelt. Dieser wächst niedrig, ist trittfest und pflegeleicht. Gleichzeitig speichert er Feuchtigkeit, kühlt die Umgebung und verbessert damit spürbar das Mikroklima. Ergänzend dazu wurden neue Bäume gepflanzt, die zusätzliche Schattenplätze schaffen und die grüne Atmosphäre auf den Friedhöfen weiter verstärken.
- Ökologische Aspekte
- Förderung der Biodiversität durch den Einsatz von heimischen Pflanzenarten, die Nahrung und Lebensraum für Insekten und Vögel bieten.
- Reduktion der Bodenversiegelung und Umwandlung von Flächen in versickerungsfähige, klimaaktive Grünstrukturen.
- Verbesserung der CO₂-Bilanz durch Bäume, die CO₂ binden, Staub filtern und Sauerstoff produzieren.
- Wasserspeicherung und Mikroklima-Regulierung durch moderne Saatgut-Mischungen, die gezielt auf Trockenresistenz und Verdunstungskühlung ausgelegt sind.
Die Begrünung der Friedhöfe leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Umwelt und Klima. Gleichzeitig erfahren die Friedhofsanlagen eine sichtbare Aufwertung: Sie werden nicht nur ökologisch wertvoller, sondern auch optisch ansprechender und einladender gestaltet. Schattige Plätze, blühende Flächen und mehr Grün schaffen Orte der Ruhe und Besinnung – und erhöhen die Aufenthaltsqualität für alle Besucher:innen nachhaltig. So entsteht ein Ort des Gedenkens, der auch Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen ist – im Einklang mit der Natur.
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