Uwe Kofler von der Stadtbücherei © Kinderreporter:innen

Neue Reihe: Bregenzer Kinderreporter:innen unterwegs

Seit Frühjahr 2021 gibt es in Bregenz wieder eine Gruppe von Kinderreporter:innen, die sich regelmäßig in der Achsiedlung zu Redaktionssitzungen trifft. Noah, Philipp, Salima, Emely, Lejla, Selin, Eileen, Tuana, Rüya, Turan, Oliver, Valerian und Amelie sind zwischen neun und zwölf Jahren alt und kommen aus dem Schulsprengel der VS Schendlingen.

Gemeinsam wird überlegt, worüber sie berichten, was sie fotografieren und wen sie interviewen möchten. Mit ihren Presseausweisen – jeder einzelne persönlich von Bürgermeister Michael Ritsch unterzeichnet – sind sie immer wieder in Bregenz unterwegs und dürfen vieles entdecken, erleben und Erfahrungen machen.

Für die neue Reihe „Kinderreporter:innen unterwegs“ der Landeshauptstadt Bregenz haben sich die jungen Reporter:innen aufgemacht, um einen Blick hinter die Kulissen der Stadt zu werfen. Dazu haben sie mehrere Dienst- und Außenstellen besucht. Den Auftakt macht ihr Interview mit Uwe Kofler von der Stadtbücherei. Viel Spaß beim Lesen in den kommenden Wochen!

Kinderreporter:innen unterwegs: Stadtbücherei

Wir waren in der Bücherei und haben Uwe Kofler interviewt. Wir wollten wissen, was hinter der Kulisse einer Bücherei passiert. Zuerst haben wir Uwe gefragt, warum er hier arbeitet. Er liest gern, und das ist Grundvoraussetzung, dass man in der Bücherei arbeiten kann. Die genaue Berufsbezeichnung lautet „Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistent:in“. Die Ausbildung dazu dauert drei Jahre.

Die interessanteste Frage für uns war, wie lange es Büchereien schon gibt. Uwe hat uns erzählt, dass die vier mutmaßlich ältesten Bibliotheken, die heute noch bestehen, folgende sind: die Biblioteca Capitolare di Verona (3./4. Jhd.), die Bibliothek des Katharinenklosters auf dem Sinai (um 550), die Stiftsbibliothek St. Gallen (612) und die Stiftsbibliothek St. Peter in Salzburg (696).

In Bregenz gibt es die Bücherei seit 1947. Damals war die Bücherei in der Bahnhofstraße und zog dann im Jahr 1966 in die Gerberstrasse. Im Jahr 1994 kam noch die Filiale Vorkloster dazu. 1997 stellte man auf computergestützten Verleih um. Wer weiß, wie es sich wohl in der Zukunft noch weiterentwickeln wird?

Für uns war das spannendste Buch das Älteste: Casper Hagens Dichtungen aus dem Jahr 1874, ein Bregenzer Mundartdichter in altdeutscher Schrift. Das teuerste Buch sind Kunstbände (ca. 100 Euro), das billigste Buch sind natürlich geschenkte Bücher und „Citadelle Bregenz“ – ein Buch über das Kriegsende in Bregenz (das hat damals 6 Schilling gekostet). Insgesamt kommen ca. 71.000 Besucher:innen im Jahr in die beiden Filialen der Stadtbücherei, sogar mehr Kinder als Erwachsene. Im Jahr werden 230.000 Medien ausgeliehen.

Das gruseligste Buch findet Uwe bei den Erwachsene ist tatsächlich „Dracula“, und bei den Kindern und Jugendlichen ist es „Das kleine böse Buch“ und Bücher aus der Reihe „Fear Street“.  Wir Kinder empfehlen die Manga-Comics. Die Lieblingsbücher von Uwe sind die Comicserie „Gruselgeschichten“ und Geisterjäger-Romane von John Sinclair, also alles Gruselige. Wir durften dann übrigens noch in den Keller der Bücherei schauen. Dort gibt es einen Lastenaufzug, noch viel mehr Bücher und einen weiteren Arbeitsplatz. 

Wir bedanken uns bei Herrn Uwe Kofler für das Interview!

(Von den Kinderreporterinnen Amelie, Lejla, Tuana und Eileen)

Schätzfrage für alle lesebegeisterten Kinder und Erwachsenen:
Wie viele Medien haben die beiden Filialen der Stadtbücherei?
a) 5.000
b) 66.600
c) 300.000

Einfach Antwort bis 31. Juli 2022 an stadtbuecherei(at)bregenz.at mailen (Betreff „Schätzfrage“) und mit etwas Glück eine Jahresgebühr für die Stadtbücherei gewinnen!

Weitere Infos zu den Kinderreporter:innen und Anmeldung unter christine.ritscher(at)bregenz.at oder 0664 614 1171.

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