Bauservice-Leiter Bernhard Fink, Bürgermeister Michael Ritsch sowie Vizebürgermeisterin Sandra Schoch und Stadtrat Heribert Hehle. @ Stadt Bregenz

Pipeline wieder geöffnet

Die Bauarbeiten zum dritten Teilabschnitt der Pipeline sind abgeschlossen. Seit Oktober 2021 wurde ein 515 Meter langes Teilstück beginnend vom Nostalgiebad „Mili“ in Richtung Lochau saniert und für den Fuß- sowie Radverkehr optimiert.

Im Zuge der Arbeiten wurde der Radweg auf fünf Meter verbreitert und auch der Fußgängerweg erfuhr eine Aufwertung und ist nun drei Meter breit. Nach der Mili in Richtung Badehaus Thurnher ist ein Stadtstrand entstanden, der nicht nur zum Verweilen einlädt, sondern durch Aufschüttungen direkten Seezugang ermöglicht. Insgesamt wurden 30.000 Kubikmeter Material zugeführt, um diese Uferzone als Stadtstrand zu konzipieren.

Vielfach wurde eine Aufschüttung auch im folgenden Uferabschnitt gefordert, allerdings war dies aufgrund des steil abfallenden Seegrundes baulich nicht abzubilden. Um dennoch eine hohe Aufenthaltsqualität zu garantieren, wurde eine Ufermauer errichtet, die durch Treppen den Zugang zum See ermöglicht. Liegeflächen sind in diesem Teilabschnitt durch einen bis zu sechs Metern breiten Grünstreifen zwischen Rad- und Gehweg gesichert.

„Rechtzeitig zur Eröffnung der Badesaison ist der Ausbau der Pipeline beendet und der Stadtstrand wird der Bevölkerung nun wieder zugänglich gemacht. Die Sanierung und Neugestaltung des Seeufers entspannt durch die Trennung von Radfahrer:innen und Füßgänger:innen zum einen die Verkehrssituation und schafft zum anderen weitere Erholungsflächen für die Besucher:innen“, erklärt Bürgermeister Michael Ritsch.

Die Kosten für die Umsetzung beliefen sich auf rund 6,3 Millionen Euro, wobei rund zwei Drittel der Kosten durch Förderungen des Bundes und des Landes abgedeckt sind. Somit entfällt auf die Landeshauptstadt Bregenz eine Beteiligungssumme von rund 2,1 Millionen Euro.

Inkludiert in diese Aufwände ist auch ein zusätzlicher Badesteg, der auf Höhe des ehemaligen „Melanies“ errichtet wurde und mit 20 Metern ungefähr halb so lang ist wie jener im vorderen Uferbereich. Dies hat seinen Grund vor allem in der Wassertiefe. Ein weiteres WC in der Nähe gehört ebenso zur neuen Infrastruktur an der Pipeline.

Am Wochenende wird die Pipeline für die Bevölkerung geöffnet, auch wenn es noch kleiner baulicher Maßnahmen bedarf, um den dritten Teilabschnitt endgültig fertigzustellen. Zum Teil fehlen noch kleinere Teile der Bepflanzung, sowie auch Holzabdeckungen auf den Betonblöcken.

„Das ist den Liefererschwernissen durch Corona geschuldet. Bei den Straßenleuchten, die normalerweise eine Lieferzeit von zwei bis drei Wochen haben, warten wir bis zu 20 Wochen. Das machte sich in vielen Bereichen bemerkbar und erschwerte den Bau natürlich. Ebenso gab es Verzögerungen durch die wiederkehrenden Personalausfälle bei Lieferanten und ausführenden Firmen. Alles in allem haben wir die Bauzeit aber wie geplant eingehalten“, erklärt der städtische Bauleiter Stefan Carotta die Erschwernisse einer Baustelle in Coronazeiten.

Im Herbst wird dann der finale Teilabschnitt bis zum Strandbad Lochau in Angriff genommen.

zurück zur Übersicht