Rückblick: Projekt Wechseljahre
Das Projekt „Wechseljahre“ wurde 2024 und 2025 als gemeinsames Vorhaben des Vereins Feuerfrauen Österreich und des Fachbereichs Frauen & Gleichstellung der Landeshauptstadt Bregenz umgesetzt. Ziel war es, Frauen frühzeitig, niederschwellig und kostenlos über die Wechseljahre zu informieren und sie ganzheitlich zu unterstützen.
Dabei standen nicht nur medizinische Aspekte im Vordergrund, sondern auch psychische, soziale und berufliche Herausforderungen, die mit den Wechseljahren einhergehen.
Den Projekt-Auftakt machte am 6. November die öffentliche Veranstaltung „Wechseljahre: Die Macht der Hormone“, welche mit 100 Teilnehmenden vollständig ausgebucht war. Neben einem Impulsvortrag von Dr. Hans Concin gab Nadine Dunst-Ender, auch bekannt als undnadineso, mit feministischer Comedy bis Dramedy einen lockeren Einblick in das Thema.
Im Rahmen des Projekts fanden sieben moderierte Austauschtreffen im Bregenzer Salon statt, die durchschnittlich von 22 Frauen besucht wurden. Drei Treffen boten Raum für offenen Austausch über persönliche Erfahrungen, während vier Veranstaltungen durch Fachvorträge zu spezifischen Themen wie Beckenboden, psychische Gesundheit, Sexualität und die Rolle von Partnern ergänzt wurden. Die Atmosphäre der Treffen wurde von den Teilnehmerinnen als vertrauensvoll, wertschätzend und stärkend beschrieben. Viele Frauen berichteten, dass sie sich zum ersten Mal mit ihren Erfahrungen ernst genommen fühlten und durch den Austausch neues Selbstbewusstsein entwickelten.
Die Evaluation des Projekts zeigt deutlich, dass ein großer Bedarf an niederschwelliger Information und Austausch zum Thema Wechseljahre besteht. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, und es wurde mehrfach der Wunsch nach einer Fortsetzung und Ausweitung des Angebots geäußert. Darüber hinaus konnte das Projekt zur Enttabuisierung des Themas in der Stadt Bregenz beitragen und hat auch überregional Aufmerksamkeit erregt – sowohl in Vorarlberg als auch in anderen Bundesländern Österreichs.
Das Projekt war somit nicht nur ein wichtiger Impuls für mehr Sichtbarkeit und Aufklärung, sondern auch ein Beitrag zur Stärkung der Frauengesundheit und zur Förderung gesellschaftlicher Offenheit.
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