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61 Millionen Euro für Hallenbad, Sauna und Freibad am See

Fast 40 Jahre ist es jetzt alt und hat im Schnitt pro Saison 100.000 Gäste gesehen. Die Rede ist vom Bregenzer Hallenbad, das jetzt um 49,3 Millionen Euro netto neu gebaut werden soll. Dazu kommen Kosten für die Neugestaltung der Freibadeanlagen in der Höhe von 11,4 Millionen Euro und Projektkosten für den Hallenbad-Vorplatz von 400.000 Euro. Den Projektbeschluss fasste die Stadtvertretung am 15. Juli. Dies teilte Bürgermeister Michael Ritsch nach der Sitzung mit.

Aufgrund des großen Sanierungsbedarfs im Hinblick auf das Gebäude und seine technische Infrastruktur ließ die Stadt 2018 diverse Machbar­keitsstudien, Bedarfsanalysen, Grobkostenschätzun­gen, Besucherprognosen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen erstellen. Ein Jahr später erfolgte ein EU-weiter Architekturwettbewerb für den Neubau einschließlich Saunalandschaft mit Seezugang. Von 59 teilnehmenden Büros erhielten 26 den Auftrag, konkrete Entwürfe einzureichen. Nach deren Bewertung entschied sich die Jury Anfang Mai 2020 einstimmig für jenen der ARGE Riegger, Metzler, Schelling aus Dornbirn, der der Öffentlichkeit bereits ausführlich vorgestellt wurde. Das neue Hallenbad wird nicht am selben Standort, sondern auf dem vorgelagerten Gelände des Strandbades realisiert. Erst nach Fertigstellung wird das alte Hallenbad abgerissen. Somit ist auch ein durchgehender Badebetrieb ohne Unterbruch möglich.

Zentraler Aspekt der Haustechnik ist übrigens die Energiebereitstellung durch die von der Stadtwerke Bregenz GmbH geplante Seewassernutzung. Weitere Elemente dabei sind ein Blockheizkraftwerk sowie zur Abdeckung der Spitzenlast eine modellierbare Gasheizung, die beide mit Biogas betrieben werden. Der Baustart ist für August 2022 geplant. Mit der anschließenden Sanierung der Freibadeanlagen, die knapp ein halbes Jahr dauert, wird mit einer Gesamtfertigstellung des Projekt im Februar 2025 gerechnet.

„Eine bei Jung und Alt und vielen Familien sehr beliebte Freizeitanlage nach rund vier Jahrzehnten grundlegend zu erneuern, ist kein Prestigeobjekt, sondern eine Entscheidung am Puls der Zeit und ganz im Interesse der Menschen. Dass wir bei der Umsetzung auch ökologische Aspekte wie zum Beispiel die geplante Seewassernutzung zur Energiegewinnung ins Blickfeld rücken, freut mich ganz besonders“, meint Bürgermeister Michael Ritsch.

„Das Hallen- und Strandbad sind wesentliche Einrichtungen für die sportlichen, aber auch die schulischen Aktivitäten in Bregenz. Es ist mir besonders wichtig, dass wir vor allem Kindern ganzjährig die Möglichkeit bieten können, das Schwimmen zu erlernen oder zu trainieren. Auch für unsere Vereine ist der anstehende Neubau großartig. Somit nimmt das Hallenbad eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe in dieser Stadt und in unserer Region wahr“, ergänzt Stadtrat Michael Felder.

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