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900 Meter langes Rohr

Die Baumaßnahmen auf dem Gelände der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Bregenz sowie am dortigen Seeufer schreiten zügig voran. Die Stadt sichert ihr Kanalsystem seit vergangenem Herbst durch ein neues Hochwasserpumpwerk und einen neuen Notüberlauf für allfällige Hochwasserereignisse.

Das Pumpwerk, das bis zu 4.000 l Wasser pro Sekunde befördert, wird bis Ende August fertiggestellt. Noch spektakulärer, nach Abschluss der Arbeiten und der Renaturierung aber nicht mehr sichtbar, ist die Rohrleitung in den See mit 1,8 m Innendurch­messer. Sie ist rund 900 m lang, wobei sich 650 m aus Stahlbeton an Land unter der Erde befinden und 250 m aus Kunststoff vom Ufer bis in eine Tiefe von 16 m in den See hinaus führen.

Diese Seeleitung aus rund zwei Dutzend Polyethylen-Elementen wurde jetzt Anfang April in den zuvor ausgebagger­ten Graben auf den Seegrund abgesenkt. Gehalten wird das PE-Rohr dort u. a. von Lagern aus Betonhalb­schalen und durch Aufschüttung mit dem ausgehobenen Kies.

„Die Sicherheit der Bregenzerinnen und Bregenzer steht für uns an oberster Stelle. Deshalb freut es mich, dass wir mit dem neuen Notüberlauf eine hochmoderne Anlage für den Hoch­wasserschutz bekommen. Ich möchte mich an dieser Stelle schon jetzt ganz herzlich bei allen bedanken, die bei diesem Projekt auf politischer und operativer Ebene mitwirken“, meinte Bürgermeister Michael Ritsch.

Baustadtrat Robert Pockenauer: „Mit dem Bau des neuen Hochwasserpumpwerkes und des Notüberlaufes wird der nächste wichtige Schritt zur Hochwassersicherheit in Bregenz gesetzt. Damit ist auch die Abwasserreinigungsanlage für das nächste Jahrhunderthoch­wasser gerüstet.“

Die Gesamtfertigstellung ist für kommenden Herbst geplant. Bis dahin werden alles in allem rund sieben Millionen Euro investiert, davon die Hälfte durch die Stadt als ARA-Betreiberin und der Rest großteils durch den Bund sowie die Mitgliedsgemeinden des Wasserverbandes Bregenzerach-Unterlauf.

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