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Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2024?

Am Dienstag, den 7. Februar 2017, informierten die Bürgermeisterin Andrea Kaufmann sowie die Bürgermeister Markus Linhart, Wilfried Berchtold und Dieter Egger im Rahmen einer Pressekonferenz über die Prozessschritte und den Zeitplan für eine mögliche Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2024.

Auf der Agenda für 2017 und 2018, bis eine Entscheidung hinsichtlich der Bewerbung gefällt wird, stehen Denkwerkstätten und Beteiligungsverfahren für Bürgerinnen und Bürger.  „Die Stimmung unter den Städten im laufenden Vorbewerbungsprozess ist sehr gut. Das Zusammenrücken und das Gemeinsame stehen im Vordergrund. Wir ziehen an einem Strang und gehen den kommenden Prozess voller Elan und Vorfreude an. Auch Gespräche mit der Regio Bregenzerwald über eine Beteiligung sind im Gange, eine Grundsatzentscheidung aller Gemeinden zur tatsächlichen Beteiligung ist allerdings noch nicht erfolgt. Die Entscheidung, ob wir vier Städte und die Region Bregenzerwald eine Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2024 abgeben werden, fällen wir im Juni 2018. Der Prozess bis dahin ist ergebnisoffen“, informiert Bürgermeister Markus Linhart. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann skizziert die kommenden Schritte: „Bis 2018 wollen wir Ziele, Potenziale und Herausforderungen einer möglichen Bewerbung in einem konkreten Prozess- und Zeitplan definieren und ausarbeiten. Auf der Agenda stehen neben mindestens fünf Denkwerkstätten auch mehrere Bürgerbeteiligungsverfahren.“ Die Bewerbungsfrist zur Europäischen Kulturhauptstadt endet im Dezember 2018.


Denkwerkstätten und Beteiligungsverfahren: Potenziale ausarbeiten
In den vorerst fünf geplanten Denkwerkstätten sollen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Kultur, Bildung, Gesellschaft usw. mit einem möglichst offenen Zugang definierte Themenfelder und zentrale Fragestellungen aus- und bearbeiten. „Die Termine für die Denkwerkstätten stehen – ab März geht es los – und die Einladungen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschicken wir in den nächsten Tagen. Die Themenfelder der Denkwerkstätten reichen von International vs. Region, Integration – Migration, über Stadt-/Regionalentwicklung und die vorhandenen Spielstätten bis hin zur regionalen Kunst- und Kulturszene“, erklärt Bürgermeister Wilfried Berchtold. Neben den bisher fünf definierten Denkwerkstätten sind bis Herbst 2017 auch acht bis zehn Beteiligungsverfahren für Bürgerinnen und Bürger geplant. „Die Vorarlberger Bevölkerung ist eingeladen, sich konstruktiv in einem begleiteten Prozess mit ihren Erfahrungen und Erwartungen als ‚Mitdenkerinnen’ und ‚Mitdenker’ einzubringen. Der überregionale Gedanke, der Blick auf das Ganze ist uns besonders wichtig. Deshalb werden die Bürgerbeteiligungsverfahren auch im ganzen Land verteilt stattfinden und nicht auf die teilnehmenden Städte begrenzt sein“, so Bürgermeister Dieter Egger.

Zeitplan bis zur eventuellen Bewerbung
Im Juni 2017 erfolgt die Ausschreibung der Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2024 mit einer Laufzeit von eineinhalb Jahren. Bis Ende 2017 will die Vorarlberger Bewerbergemeinschaft rund um die Städte Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Hohenems sowie die Region Bregenzerwald ihre „Bannerstadt“ bestimmen. „Die Bewerbung als Region oder als Bundesland ist leider nicht möglich, da sind die Vorgaben und Richtlinien in der Ausschreibung eindeutig und strikt. Das heißt eine Stadt wird in der möglichen Bewerbung bzw. in der Kommunikation als ‚Vorreiterin’ geführt, die anderen Städte bzw. die Regio Bregenzerwald dahinter sind aber natürlich genau so wichtig und präsent, denn wir verfolgen ein gemeinsames Ziel“, gibt Bürgermeister Markus Linhart einen Einblick. „Entscheiden wir uns bis Juni 2018 unter anderem nach den Denkwerkstätten, Bürgerbeteiligungsverfahren und weiteren Prozessschritten dazu eine Bewerbung abzugeben, heißt es warten bis die EU-Jury 2019 die Shortlist der Einreichungen bekannt gibt. Ebenfalls 2019 wird die Jury ihre Wahl treffen und die Europäische Kulturhauptstadt 2024 ernennen“, so Bürgermeisterin Andrea Kaufmann abschließend.

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