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Feuerwehrauto verschenkt

Bereits vier ausgemusterte Feuerwehrautos hat die Landeshauptstadt Bregenz diversen infrastrukturschwachen Gemeinden in den beiden Republiken Albanien und Moldau im Süden bzw. Osten Europas schenkungshalber überlassen. Jetzt steht das fünfte auf dem Plan. Mit ihm soll der Auf- und Ausbau des Sicherheitswesens vor Ort weiter unterstützt werden.

Wie im Stadtrat am 10. Dezember des Vorjahres beschlossen, handelt es sich um die Übergabe eines alten Tanklöschfahrzeuges der Marke Mercedes samt Wassertank, Pumpe, Werfer und Flutlichtanlage. Es stammt aus dem Jahr 1991, stand seither im Dienste der Feuerwehr Vorkloster und wurde aufgrund seiner veralteten Technik bereits durch ein neues Auto ersetzt.

Das ausgemusterte Fahrzeug soll über den Vorarlberger Verein „Structure Projects Network“ an eine noch zu bestimmende Gemeinde in der Republik Moldau überstellt werden, wo es für den Aufbau einer kommunalen Feuerwehr Verwendung findet. Mit Hilfe des Vereins wurden in der einstigen Sowjetrepublik, die seit 1991 unabhängig ist, bereits 11 Feuerwehren gegründet. Auch andere Vorarlberger Städte und Gemeinden wie Dornbirn, Bludenz oder Rankweil haben an den Hilfsinitiativen von „Structure Projects Network“ schon in ähnlicher Weise mitgewirkt. 

Der oft zitierte Spruch „Aus den Augen – aus dem Sinn“ gilt für die Vorarlberger Beteiligung an derartigen Hilfsprojekten kaum. Wie wertvoll solche Schenkungen sind, wurde nämlich erst vor wenigen Wochen in der albanischen Stadt Thumana wieder deutlich. Dort stand bei einem schweren Erdbeben unter anderem auch jene Drehleiter im Einsatz, die die Feuerwehr Bregenz-Stadt bereits vor rund zehn Jahren ausgemustert und an die Floriani-Jünger im 65 km entfernten Shkoder übergeben hatte. In Thumana konnten mit dem Gerät zwei Personen aus einem Hochhaus gerettet werden.

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