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Klimaneutrale Stadtverwaltung

Klimaneutralität, also die Vermeidung der Emission von Treibhausgasen wie z. B. CO2 durch den Menschen, ist ein ehrgeiziges Ziel. Es kann aber nur erreicht werden, wenn konkrete Schritte auf dem Weg dorthin gesetzt werden. Vor diesem Hintergrund hat die Stadtvertretung am 25. März beschlossen, dass sowohl die Verwaltung als auch die Tochtergesellschaften der Stadt ihre CO2-Emissionen bis 2030 auf null reduzieren wollen.

Der Beschluss umfasst auch die Einführung eines Klima-Checks. Er soll gewährleisten, dass im Vorfeld sämtlicher Entscheidungen deren Klimarelevanz fachlich geprüft und gegebenenfalls alternative Handlungsoptionen aufgezeigt werden. Ebenso will die Stadt laufend Projekte entwickeln, mit denen der Ausstoß von Treibhausgasen in Bregenz nachweislich deutlich verringert werden kann.

Die bisherigen Planungen und Maßnahmen reichen natürlich nicht aus, um die im Jahr 2015 im Pariser Klimaabkommen festgelegten Ziele auf lokaler Ebene zu erreichen. Ein völliger Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger für Raum- und Prozesswärme sowie Warmwasserauf­bereitung, Stromversorgung und Verkehr innerhalb von nur zehn Jahren ist nicht realistisch. Bregenz arbeitet aber aktuell auch an einer Energiestrategie 2030/50, in der ein entsprechender Energie- und CO2-Reduktionspfad für das gesamte Stadtgebiet beschrieben wird.

„Die Klimakrise ist mit die größte Herausforderung unserer Zeit. Wir schulden es unseren Kindern und Kindeskindern, dass wir jetzt kluge Entscheidungen treffen. Hier reicht keine Alibipolitik. Es müssen mutige und ambitionierte Schritte gesetzt werden. Dass die Bregenzer Stadtverwaltung bis 2030 CO2-neutral werden soll, ist ein solcher Schritt. Wir alle müssen unsere Verantwortung in der Klimapolitik wahrnehmen“, sagte Bürgermeister Michael Ritsch.

Umweltstadtrat Heribert Hehle meinte: „Es freut mich sehr, dass Bregenz mit diesem Beschluss eine Vorreiterrolle in Vorarlberg übernimmt. Die Stadtverwaltung nimmt sich selbst in die Pflicht, und ich hoffe, dass wir mit unserem Beispiel auch die Wirtschaft und die Bevölkerung in Bregenz motivieren können, es uns gleichzutun.“

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