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Leitsystem für Sehbehinderte

Gemäß einem Projekt, das im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband Vorarlberg (BSVV) erarbeitet wurde, richtet die Landeshauptstadt Bregenz an einigen ausgewählten Bushaltestellen ein neues Leitsystem ein. Ein entsprechender Projektbeschluss wurde vom Stadtrat am 30. Jänner 2018 gefasst.

Dabei werden sogenannte Auffanglinien und 80 x 80 cm große quadratische Wartefelder, die der Ö-Norm entsprechen, in den Asphalt eingefräßt. Steht eine als blind oder sehbehindert gekennzeichnete Person auf einem solchen Wartefeld, halten die Busfahrer/innen mit der Fahrertür direkt davor, sodass sie der betreffenden Person Nummer und Ziel der Buslinie mitteilen können. Wenn mehrere Busse zur selben Zeit ankommen, wiederholt sich das Spiel. Damit wird verhindert, dass dem Fahrgast die von ihm gewünschte Buslinie quasi „davonfährt“.

Gemeinsam mit dem  BSVV hat die Stadt vorerst vier Haltestellen für das neue System ausgewählt. Das sind die Haltestelle Brielgasse Nord sowie – und zwar jeweils in beiden Fahrtrichtungen – die Haltestellen Montfortstraße, Reutegasse (AMS) und Bahnhof Riedenburg.

Solche Hilfssysteme für Sehbehinderte gibt es schon mancherorts. Bei der Haltestelle Reutegasse erfolgt z. B. eine Anbindung an das dort bestehende taktile Leitsystem des Sozialministeriums, beim Bahnhof Riedenburg eine an jenes der ÖBB.

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