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Mehr Sicherheit vor der Schule Weidach

Das Thema „Verkehrsberuhigung vor Kindergärten und Schulen“ wird in der Landeshauptstadt Bregenz seit geraumer Zeit großgeschrieben. Markantes Beispiel dafür ist der „Gut-Geh-Raum“, der 2017 vor der neuen Schule Schendlingen eingerichtet wurde. Auch beim 2020 neu eröffneten Kindergarten St. Gebhard wurden entsprechende Maßnahmen gesetzt. In einem nächsten Schritt will die Stadt jetzt vor der Schule Weidach für mehr Sicherheit sorgen. Hunderte Schüler/-innen frequentieren dort täglich die Straße. Nicht wenige werden von ihren Eltern mit Autos zum Unterricht gebracht und wieder abgeholt. Dazu kommt, dass unmittelbar vor dem Gebäude eine viel befahrene Landesradroute verläuft.

Wie im Stadtrat am 27. April beschlossen, geht es zum einen um verkehrstechnische Maß­nahmen. Dazu gehört, dass die Straße „Im Rosshimmel“ in Fahrtrichtung Landstraße als Ein­bahn geführt wird. Das Fahren von der Landstraße bis zur Schule soll nur Anrainerinnen und Anrainern erlaubt sein. Des Weiteren sollen die PKW-Stellplätze, die sich direkt vor dem Schulgebäude befinden, aufgelassen werden. Die zwei Behindertenparkplätze bleiben, werden aber versetzt. Für sogenannte „Elterntaxis“, die sich nicht gänzlich vermeiden lassen, soll es einen eigenen markierten Bereich geben, in dem Autos zumindest kurzzeitig anhalten können. Die beschriebenen Pläne will die Stadt möglichst zeitnah realisieren. Für die Einhaltung der neuen Regeln wird es auch mehr Überwachung durch die Exekutive geben.

Natürlich weiß die Stadt, dass es nur mit gestalterischen Maßnahmen, einer neu verordneten Verkehrsführung und deren Kontrolle durch die Stadtpolizei nicht getan ist. Deshalb ist im kommenden Schuljahr 2021/22 auch mehr Bewusstseinsbildung für Kinder, Eltern und Schul-personal vorgesehen. Ein Konzept dafür soll von allen Beteiligten gemeinsam erarbeitet und dann umgesetzt werden.

„Ein wirkungsvoller Schutz der Schwächsten im Straßenverkehr ruht immer auf mehreren Eckpfeilern – auf baulichen Maßnahmen ebenso wie auf einer Sensibilisierung der Betroffenen“, meinte Bürgermeister Michael Ritsch. „Den Bereich vor der Schule Weidach für die Jüngsten sicherer zu machen, kostet nicht viel Geld, ist aber ein Gebot der Stunde. Ich möchte mich an dieser Stelle – besonders auf politischer Ebene – bei allen bedanken, die bei dieser umfang­reichen Verkehrsberuhigung zum Schutz der Bregenzer Kinder mitgeholfen haben.“

Und Stadträtin Eveline Miessgang, die unter anderem für Kinder und Schulen zuständig ist, ergänzte: „Die schwächsten Verkehrsteilnehmer/-innen, und dazu gehören insbesondere Kinder, verdienen unser größtes Augenmerk. Es freut Stadtrat Robert Pockenauer und mich sehr, dass wir in nächster Zeit vor Kindergärten und Schulen weitere konkrete Maßnahmen setzen werden. Zeitgleich muss auch Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass wir für die Sicherheit unserer Jüngsten alles tun müssen.“

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