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Sanierung des Bregenzer Festspielhauses: Baustufe III

Einen weitreichenden Projektbeschluss zur Sanierung des Festspielhauses hat die Stadtvertretung am Donnerstag, 15. Juli 2021, gefällt. Das als „Baustufe III“ bezeichnete Projekt ist aufgrund der bisherigen hohen Auslastung und intensiven Nutzung des Festspielhauses notwendig geworden und dient insbesondere der Qualitätsverbesserung.

Davon betroffen ist vor allem die bühnen- und haustechnische Infra­struktur. Des Weiteren ist ein Zubau zur Werk­stattbühne in Form eines Mehrzweckgebäudes vorgesehen, in welchem etwa eine Montagehalle für die Herstellung der Bühnenbilder vorgesehen ist. Komplett erneuert wird die Außentribüne, die 1979 errichtete Seebühne wird einer Generalsanierung unterzogen. Erneuert werden aber auch Küche und Gastronomie sowie die Gebäudehülle wie Fassaden und Flachdächer.

Eine wichtige Rolle bei allen Um- und Neubauten spielen ökologische Aspekte. So etwa sieht das neue Heizungs- und Energiekonzept eine mittelfristige Abkehr von den Energieträgern Gas und Strom vor. Nach den vorliegenden Plänen erfolgt ein Anschluss des Festspielhauses an die von den Stadtwerken geplante Seewassernutzung, die in einem ersten Schritt die benötige Kühlenergie und durch den Einsatz hocheffizienter Wärmepumpen später dann auch einen Teil der Heizenergie liefern soll.

Die „Baustufe III“, die 2024 abgeschlossen sein soll, ist der dritte große Umbau in den letzten 30 Jahren. Bekanntlich wurden von 1995 bis 1997 die derzeitige Werkstattbühne samt Seefoyer und Seestudio errichtet sowie 2005/2006 das Hauptgebäude neugestaltet. Das aktuelle Projekt kostet zwischen 2022 bis 2024 insgesamt 60,5 Millionen Euro. 55 Millionen werden von den Subventionsgebern Bund (40%), Land (35%) und Stadt (25%) bezahlt. 5,5 Millionen steuern die Bregenzer Festspiele bei. Dies teilte Bürgermeister Michael Ritsch nach der Sitzung mit.

„Der Erfolg der Bregenzer Festspiele basiert auf der perfekten Vernetzung der drei Spielstätten Seebühne, Großer Saal und Werkstattbühne. Wir sehen es deshalb als besonders wichtige Aufgabe, im Jubiläumsjahr der Festspiele diesen Schritt zur Baustufe III zu setzen. . Ich danke den Subventionsgebenden und insbesondere dem Vorsitzenden der Projektkommission, Vizepräsident Ing. Wilhelm Muzyczyn, für die Begleitung des Projekts“, betont Bürgermeister Michael Ritsch. „Auch wenn die Vorarlberger Landeshauptstadt mit ihren 30.000 Bürger:innen keine Großstadt ist, bietet sie mit dem Programm der Festspiele ein internationales Format mit über 200.000 Besucher:innen. Der Sommer in Bregenz und die Festspiele gehören zusammen.“

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