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Schutzwaldprojekt

Bereits in den vergangenen 20 Jahren hat die Stadt verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Langenerstraße und des angrenzenden Bregenzer und Kennelbacher Siedlungsraumes unterstützt. Zum einen wurden Erschließungswege und Steinschlagschutznetze errichtet. Zum anderen erfolgten auch Eingriffe mit Blick auf einen verjüngten und standortgerechten Forst, um dessen Schutzfunktion zu erhöhen.

Daran soll nun ein Folgeprojekt anschließen, da vor allem die forstlichen Maßnahmen noch nicht zur Gänze umgesetzt werden konnten. Das liegt einerseits an dem sensiblen Projektgebiet, andererseits aber auch daran, dass es einige Jahrzehnte dauert und etlicher Pflegeeingriffe bedarf, bis die verjüngten Waldbestände ihre volle Schutzfähigkeit erreichen. Geplant sind im Wesentlichen die Entnahme der noch ver­bliebenen überalterten Buchen sowie jener Bäume, die von dem bekannten Eschentriebsterben betroffen sind – etwa im Bereich des „Fallenden Baches“. Die solchermaßen entstehenden Lücken werden durch vitalere und klimawandelangepasste Jungbaum­bestände wieder geschlos­sen. Es sind aber nicht nur ökologische Maßnahmen vorgesehen. Zum Beispiel soll auch – gemeinsam mit den Feuerwehren – ein Konzept gegen die zunehmende Waldbrandgefahr erstellt werden.

Im Stadtrat am 17. November wurde jedenfalls eine Mitfinanzierung durch die Stadt genehmigt. Stadtrat Heribert Hehle, der u. a. für Klimaschutz, aber auch für Land- und Forstwirtschaft zu­ständig ist, meint dazu: „Klimaschutz ist kein theoretisches Konzept, sondern besteht aus einer Vielzahl konkreter Maßnahmen. Daher ist es wichtig, dass unsere Klimawandelanpassungs­strategie auch in der Aufforstung zum Schutz des Siedlungsraumes Niederschlag findet.“

Das „Flächen­wirtschaftliche Projekt Känzelefelsen“, wie das umfassende Vorhaben heißt, ist auf 30 Jahre angelegt und kostet in diesem Zeitraum rund 1,32 Millionen Euro. Daran beteiligt sich die Stadt mit 1,5 % oder 19.800 Euro. Die noch stärker betroffene Gemeinde Kennelbach ist mit 4,5 % oder knapp 59.400 Euro dabei. Den Großteil des Projekts finanzieren der Bund (60 %) und das Land Vorarlberg (34 %).

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