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Sozialzentrum Brachsenweg

In den Jahren 1977/78 baute die Stadt in Bregenz das Seniorenheim Tschermakgarten. Benannt ist es nach dem Kürschnermeister Josef Tschermak (1888 – 1969), der der Stadt das Grundstück für diesen Zweck vererbte. Vor 44 Jahren nach damaligen Qualitätsstandards errichtet, erfüllt das Seniorenheim die heutigen Anforderungen an ein derartiges Bauwerk längst nicht mehr.

Eine Anpassung des Bestandes an neue Strukturen ist wirtschaftlich nicht darstellbar. Dazu kommt, dass aus fachlicher Sicht eine bessere Aufteilung der Pflegestandorte auf die einzelnen Stadtteile wünschenswert ist.

Nach reiflichen Überlegungen hat sich die Stadt daher dazu entschlossen, dass anstelle des Tschermakgartens ein neues Sozialzentrum im Brachsenweg errichtet werden soll. Dieses stand jetzt auch auf der Tagesordnung des Stadtrates am 23. November. Dabei wurde die Durchführung eines zweistufigen Baurechtsverfahrens beschlossen, bei dem zunächst der Kreis der Bewerber/-innen für den Bau und den späteren Betrieb erkundet werden soll und danach unter Einbindung einer eigenen Kommission die Konkretisierung des Vorhabens nach bestimmten Kriterien erfolgt. Wie Bürgermeister Michael Ritsch nach der Sitzung mitteilte, sehe die Grobplanung für den Brachsenweg ebenfalls 90 Betten vor. Darüber hinaus sei aber auch die Integration eines Gesundheitszentrums für ambulante Dienste sowie einer Kleinkindbetreuung mit zwei Gruppen geplant.

Nachdem die Bewohner/-innen ins neue Sozialzentrum übersiedelt sind, könnte der Tschermakgarten ohne aufwendige Umbauten dem Projekt „Junges Wohnen“ dienen. Sollte aber ein weiterer Bedarf an stationärer Seniorenbetreuung entstehen, werde man die Liegenschaft – dem Testament von Josef Tschermak entsprechend – dafür verwenden, meinte der Bürgermeister abschließend. 

Auch für Annette Fritsch, die unter anderem für Soziales, Gesundheit und Senioren politisch zuständig ist, hat das Vorhaben „Sozialzentrum Brachsenweg“ größte Bedeutung. „Dank bester medizinischer Versorgung und mobiler Hilfsdienste sollen in Bregenz alle Menschen möglichst lange gesund und selbstständig bleiben. Das ist unser Ziel. Darüber hinaus braucht es aber auch eine professionelle stationäre Betreuung, wie sie nur in modernen Sozialzentren mit hohem Qualitätsstandard geboten werden kann“, meinte die Stadträtin. 

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