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Stadtgeschichte mit Aussicht

Am Dienstag, 2. Mai 2017, öffnet der Bregenzer Martinsturm um 10.00 Uhr wieder seine Pforten. Bis Ende Oktober lockt das Wahrzeichen in der Oberstadt mit einem wundervollen Rundumblick auf Berg, Stadt und See. Zudem bietet die stadtgeschichtliche Ausstellung interessante Einsichten in das Werden von Bregenz.

Sie spannt einen zeitlichen Bogen von der Bronzezeit bis ins 21. Jahrhundert. Anhand zahlreicher Exponate wird die wechselvolle und spannende Geschichte der Landeshauptstadt erzählt. Bregenz hatte seine wirtschaftlichen Wurzeln im Holz-, im Wein- und im Kornhandel. Mit dem Bau der Eisenbahn (1870–1884) trat diese Stadt am Bodensee in eine Wachstumsphase ein. Die Eisenbahn war Voraussetzung für die Industrialisierung des Bregenzer Raumes und Motor des Fremdenverkehrs. Bregenz wurde zur Industrie- und gleichzeitig zur Tourismus- und Kulturstadt, eine ungewöhnliche, aber erfolgreiche Kombination.

Seine kolossale Wirkung verdankt der Martinsturm der prachtvollen barocken Zwiebelkuppel. Er gilt als das älteste Barockbauwerk des Bodenseeraums. Zur Zeit der Stadtgründung um 1250 stand dort ein zweigeschoßiger Speicher. In den Jahren 1599 bis 1601 ließ die Stadt das bestehende Gebäude um ein Zwischengeschoß (heute Ausstellungsraum), das Wohngeschoß des Türmers und das Arkadengeschoß erhöhen. Aus dem Speicher wurde ein Turm, die mächtige Hochwacht von Bregenz. Über Jahrhunderte hindurch versah dort ein Turmwächter seinen Dienst, der die Stadt vor Feuer zu warnen hatte. Die in einen ursprünglichen Zustand zurückversetzte ehemalige Türmerwohnung bietet einen tiefen Einblick in die Baugeschichte des Turms. Der Martinsturm ist täglich (außer Montag) von 10.00 bis 18. 00 Uhr geöffnet.


Öffnungszeiten: 2. Mai bis 31. Oktober 2017, Dienstag bis Sonntag, 10.00 bis 18.00 Uhr
Eintritt: 3,50 Euro/ 2,50 Euro/ 1 Euro
www.martinsturmbregenz.at
Oberstadt, Martinsgasse 3b, A-6900 Bregenz

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