Inhalt

"work in progress": Finissage mit Künstlerin Maria Anwander

Diesen Sonntag, 2. Februar 2020, findet um 16 Uhr im Magazin 4 in Bregenz die Finissage zur Ausstellung "work in progress" mit Künstlerin Maria Anwander statt. In ihrer aktuellen Schau macht Anwander den Entstehungsprozess der Ausstellung zum Thema, ja zur Ausstellung selbst. Erst zur Finissage präsentiert die Künstlerin das Ergebnis ihrer Arbeit. Oder vielleicht doch nicht? Das bleibt offen.

So sieht man erstmals im Magazin 4 die in ihrem Berliner Atelier 2016 begonnene, mit Selbstauslöser aufgenommenen Arbeit „In the Studio“ als umfangreiche Reihe von 128 Fotos, die Anwander selbst beim Denken an und Nachdenken über Kurator/-innen zeigen. Sichtbar in Kartons abgestellt, hat die Künstlerin erst nach und nach die Bilder gehängt. Zu sehen ist auch eine Referenz des laufenden Werks "My Most Favourite Art", für das Anwander über ein Jahrzehnt lang Werkschilder aus Museen und Galerien geklaut hat. Das Werk wurde inzwischen in die Sammlung des Kunsthauses Bregenz KUB aufgenommen.

Subversiv, mit Poesie und feiner Ironie bearbeitet die Künstlerin den Kunstbetrieb oder auch Geschlechterfragen. Ikonen der Kunst, wie der kürzlich verstorbene John Baldessari, werden zweideutig zitiert. Auf riesigen Post-its finden sich handschriftliche Notizen für das, was kommen könnte. Kopfhörer warten darauf, bespielt zu werden. So werden die Platzhalter selbst zum Kunstwerk. Vieles bleibt der eigenen Vorstellung vorbehalten. Ob fertig oder unfertig, die Ausstellung präsentiert sich nun zur Finnisage ganz anders als zu Beginn und lädt Besucherinnen und Besucher spielerisch ein, spätestens am Sonntag, den 2. Februar 2020, Teil der Arbeit zu werden.

zurück zur Übersicht