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Stadt vergibt wieder Agathe-Fessler-Frauenpreis

Bereits zum fünften Mal vergibt die Landeshauptstadt Bregenz den Agathe-Fessler-Frauenpreis, der am Freitag, 27. Februar 2026, feierlich verliehen wird. Nominiert werden können Frauen mit besonderen beruflichen oder ehrenamtlichen Leistungen, mit beispielgebendem Wirken für die Chancengleichheit von Frauen oder mit nachweisbaren Erfolgen in gesellschaftlichen Bereichen, die für das weibliche Geschlecht bislang „untypisch“ sind. Voraussetzung ist, dass die nominierte Frau in Bregenz wirkt, wohnt oder geboren ist.

Eine fachkundige Jury, bestehend aus drei Frauen und zwei Männern, bewertet die Einsendungen und legt sich im Anschluss auf eine Gewinnerin fest. Nominierungen können digital über ein Online-Formular eingereicht werden. Die Nominierungsperiode für den Agathe-Fessler-Frauenpreis 2026 endet am 8. Februar: bregenz.gv.at/frauenpreis2026

Der Frauenpreis würdigt seit Jahren herausragendes Engagement für Gleichstellung und Frauenrechte. Entsprechend beachtlich ist die Liste der Preisträgerinnen: 2025 ging die Auszeichnung an Renate Fleisch, Mitgründerin und langjährige Geschäftsführerin des feministischen Bildungszentrums „Frauengetriebe“ und ehemalige Leiterin der „AIDS-Hilfe Vorarlberg“. 2024 wurde Brigitte Stadelmann für ihren Einsatz beim Verein „amazone“ geehrt, in dem sie das „amazoneZENTRUM“ leitet, ein Freizeitraum für Mädchen*, junge Frauen*, inter*, nicht-binäre, trans* und agender Jugendliche von 10 bis 25 Jahren. 2006 gründete sie darüber hinaus gemeinsam mit anderen Aktivist:innen in der Landeshauptstadt Bregenz den Verein GoWest für Menschen der LGBTIQ+ Community. 2023 erhielt Elisabeth Stöckler den Frauenpreis für die Gründung des „Frauenmuseums Hittisau“ im Jahr 2000, das einzige Museum seiner Art in Österreich. 2022 wurde Eva Fahlbusch für ihr Engagement für den von ihr gegründeten Verein „Vindex – Schutz & Asyl“ ausgezeichnet. Fahlbusch ist auch Mitbegründerin der „Vorarlberger Armutskonferenz“ und der „Vorarlberger Plattform für Menschenrechte“. 

Benannt wurde der Bregenzer Frauenpreis, der seit 2022 jährlich vergeben wird, nach Agathe Fessler, die 1905 mit dem Marienheim in Bregenz ein Asyl für stellenlose junge Frauen einrichtete und als Begründerin der modernen Sozialarbeit in Vorarlberg gilt. Ihr ging es darum, jungen Frauen, die zu den Unterprivilegierten, manchmal zu den Randgruppen der Gesellschaft gehörten, einen Zufluchtsort zu bieten. In Agathe Fesslers Marienheim waren alle Frauen willkommen, die Hilfe brauchten, gleichgültig aus welchen Gründen. Nicht die Hilfswürdigkeit entschied über eine Aufnahme ins Marienheim, sondern die Hilfsbedürftigkeit.

Alle Bürger:innen sind dazu aufgerufen, jemanden bis 8. Februar 2026 digital über das Online-Formular zu nominieren – vorausgesetzt, die nominierte Frau erfüllt die festgesetzten Kriterien. 

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