Vorbild & Vorurteil – lesbische Spitzensportlerinnen erzählen

Zum internationalen Tag der Lesbischen Sichtbarkeit 2022 (Lesbian Visibility Day) lenkt der Fachbereich LGBTIQ+ der Landeshauptstadt Bregenz den Blick auf die Erfahrungen und Erlebnisse lesbischer Frauen im Sport.

Am 28.0.4.22 berichteten Monika Hofmann und Bettina Schelker aus der Schweiz bei einer Lesung im Magazin 4 von ihrem Buchprojekt „Vorbild & Vorurteil – lesbische Spitzensportlerinnen erzählen“. Sie schilderten Erfahrungen der interviewten Frauen mit ihren Sportkolleg:innen und Sportverbänden und aus ihrem persönlichen Lebensumfeld. Bettina Schelker übernahm zugleich die musikalische Rahmung und präsentierte zur großen Freude des Publikums Songs aus ihrer neuen CD.

Vizebürgermeisterin Sandra Schoch ist überzeugt, dass das Thema LGBTIQ+ und (Spitzen-)Sport wichtig ist: „Sportstudien in Deutschland und Österreich kommen zum Ergebnis, dass vor allem Spitzensportler:innen, die offen zu ihrer Sexualität/Geschlechtsidentität stehen eine wichtige Rolle als Vorbild für sportbegeisterte Jugendliche spielen. Dies berichten auch die Spitzensportlerinnen im Buch, sie hätten sich in ihrer Jugend sichtbare Vorbilder gewünscht.

Sichtbarkeit bedeutet einfach sich selbst sein zu dürfen, ohne Selbst-Einschränkungen und ohne Diskriminierung fürchten zu müssen. Die erste Veranstaltung des LGBTIQ-Ressort war ein schöner Einstieg in das Thema und hat einen Dialog gestartet, denn wir als Stadt fortsetzen wollen.“

Sportstadtrat Michael Felder findet: „Die Lesung der beiden lesbischen Spitzensportlerinnen hat einmal mehr gezeigt, wie nah Realität und Wunschdenken auseinander liegen. Ich bin aber überzeugt, dass unsere Bregenzer Sportvereine, vor allem im Breiten- und Freizeitsport, ein offenes Miteinander und Gleichberechtigung für alle fördern. Nichts destotrotz gibt es gesellschaftspolitisch mit Sicherheit noch Themen, die ein Miteinander auf Augenhöhe behindern und genau mit solchen Veranstaltungen etwas mehr ins Rampenlicht führen. Dies aber nicht nur auf Hinblick von LGBTIQ+ Themen, sondern auch im Bereich der Inklusion, Integration oder bei der Gleichbehandlung von Frauen. Im heutigen Zeitalter, darf beispielsweise Frauensport keine Randsportart mehr sein, sondern muss besonders vor den Vorhang geholt werden.“

Die Lesung fand in Kooperation des Fachbereichs LGBTIQ+ und dem Sportservice des Landeshauptstadt Bregenz statt. Die Buchhandlung Brunner erweiterte das Informationsangebot mit einem breiten Sortiment queerer Sach- und Fachbücher, Kinderbücher und mit belletristischen Buchtiteln. Der Verein Amazone bot mit seiner AmazoneBar Coctailgenuss pur für die Teilnehmenden.

Mit dieser Veranstaltung macht die Landeshauptstadt Bregenz die Vielfalt der LGBTIQ+ Communities sichtbar und gibt ihnen ein Forum zum Austausch über ihre Anliegen und Erfahrungen. Dies ist ein weiterer Schritt in der Umsetzung des Aktionsplans zur Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Identität und Ausdruck der Vielfalt der Bregenzer Stadtgesellschaft

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