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25 Jahre Stadtbus Bregenz
Mobilität und urbane Stadtentwicklung

Sanfte Mobilität für die urbane Stadtentwicklung wird in Bregenz großgeschrieben. Mit Erfolg. In der aktuellen Mobilitätserhebung für Vorarlberg liegt die Landeshauptstadt im Modal-Split-Landesvergleich an der Spitze. Teil dieser Erfolgsgeschichte ist der Stadtbus Bregenz, der diesen Oktober sein 25-Jahr-Jubliäum feiert.

Seit den 1990er-Jahren hat sich die Landeshauptstadt Bregenz verstärkt für den öffentlichen Personennahverkehr ÖPNV eingesetzt. Aus einem Bedarfsfahrplan mit Anbindung an die Schulzentren wurde ein Taktfahrplan. Eingebettet in den Vorarlberger Verkehrsverbund VVV, stellt der Stadtbus Bregenz einen zentralen Erfolgsfaktor für die aktuelle Entwicklung dar. Mit zehn Niederflurbussen, 94 Haltestellen, 100 km Liniennetz und einer Gesamtfahrstrecke von 486.000 km jährlich hat der Stadtbus Bregenz 2017 rund 7 Millionen Fahrgäste sicher von Ort zu Ort gebracht.

1993 startete der Stadtbus mit sechs Bussen für den Linienverkehr und 51 Haltestellen. Eine starke und nachhaltige Steigerung der Fahrgastzahlen folgte rasch und führte zu Ausbau und Optimierung von Linienführung, Netzplan und Taktung. Die Verbesserung der Anschlüsse auf den überregionalen Verkehr steigerte die Nutzungszahlen auf den heutigen Stand von rund 20.000 Fahrgästen täglich.

Im Oktober feiert der Stadtbus Bregenz sein 25-Jahr-Jubiläum und erwartet im Jubiläumsjahr bereits seinen 100-millionsten Fahrgast. Die aktuelle Mobilitätserhebung der Stadt bestätigt, dass praktisch alle Bregenzer Haushalte eine Bushaltestelle in fußläufiger Entfernung haben. Die Haltestellen im Stadtgebiet sind oft nur 300 m voneinander entfernt. Alle wichtigen Ziele werden tagsüber meist im 15-Minuten-Takt bedient. Der sogenannte Anrufbus ergänzt seit 2018 das städtische Mobilitätsangebot nachts.

Verändertes Mobilitätsverhalten in Bregenz
Noch 2008 lag der ÖPNV-Anteil in Bregenz bei 9 %, im Jahr 2017 bereits bei 14 %. Die aktuelle Verkehrsverhaltensbefragung (KONTIV) in Vorarlberg zeigt, im Modal-Split-Landesvergleich liegt Bregenz an der Spitze. Die Verkehrsmittelwahl hängt maßgeblich von den gebotenen Rahmenbedingungen ab. Landesweit weist Bregenz mit 30 % den geringsten Anteil an motorisiertem Individualverkehr (MIV), dafür aber einen hohen Radverkehrsanteil von 19 % und mit 30 % sogar den höchsten Anteil an Fußgängerinnen und Fußgängern auf.

In der auffallenden Reduktion des MIV-Anteils auf 30 % – das sind bereits für 2018 um 5 % weniger als die Zielvorgabe des Generalverkehrskonzeptes für 2025 – machen sich sowohl die Auswirkungen der städtischen Maßnahmen als auch ein stark verändertes Mobilitätsverhalten der Bregenzerinnen und Bregenzer bemerkbar.

Neue Mobilität schafft Platz für urbane Stadtentwicklung
Weniger Individualverkehr im urbanen Raum schafft Platz für Stadtentwicklung und erhöht die Aufenthaltsqualität. Mit einer ungewöhnlichen Kampagne zum 25-Jahr-Jubiläum möchte die Stadt Bregenz auf diesen Kontext hinweisen. Mit „25 Jahre Stadtbus Bregenz“ werden nicht nur die Vorteile des Busfahrens thematisiert, sondern der Zusammenhang von individuellem Mobilitätsverhalten und Stadtentwicklungsmaßnahmen aufgezeigt. Fast punktgenau zum Jubiläumstag wurde in einer Aktion in der Rathausstraße der Platzbedarf von 25 PKWs dem Platzbedarf eines Busses gegenübergestellt: 25 Autos, 25 Fahrgäste in einem Bus – ein deutliches Zeichen für weniger Verkehr und mehr Platz im urbanen Stadtraum.

Für Rückfragen stehen zur Verfügung
DI Clemens Gössler, Dienststelle Stadtplanung und Mobilität, Email clemens.goessler@bregenz.at, Telefon 05574-410/1370

DI Dr. Wolfgang Winkler MBA, Geschäftsführer Stadtwerke Bregenz GmbH, E-Mail wolfgang.winkler(at)stadtwerke-bregenz.at, Telefon 05574/-74100

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