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35 % weniger Plastikmüll

Vor mehr als einem Jahr hat die Stadt wie fast alle Gemeinden des Landes zuvor den Gelben Sack und die Altpapiertonne eingeführt. Jetzt ist es für die Verantwortlichen an der Zeit, ein erstes Resümee zu ziehen. Und das fällt durchwegs positiv aus.

Stadt der kurzen Wege
Eines der Ziele war, Bregenz auch im Bereich der Abfallentsorgung zur „Stadt der kurzen Wege“ zu machen. Durch die Einführung eines bürgerfreundlichen Holsystems ist das auch ge­lungen. Die Menschen sammeln Kunststoffverpackungen und Altpapier zuhause und stellen sie direkt vor der Haustür zur Abholung bereit. Das ist nicht nur effizienter, sondern – so ein weite­res Ziel – es trägt auch zu mehr Sauberkeit bei den verbliebenen Wertstoffsammelzentren bei.

Keine überfüllten Sammelzentren mehr
Nach der jährlichen Inspektion und Reinigung der öffentlichen Sammelzentren kann definitiv festgehalten werden: Die Entfernung der Container für Kunststoffverpackungen und Altpapier hat dazu geführt, dass diese Standorte nicht mehr überfüllt und somit sauberer sind. Vereinzelt gibt es zwar noch falsch abgestellte Müllsäcke, über kurz oder lang werden diese aber ver-schwin­den. Jede Umstellung braucht Zeit, bis sie reibungslos funktioniert.

Plastikmüll um mehr als ein Drittel reduziert
Darüber hinaus kann die Bilanz auch mit sehr erfreulichen Zahlen aufwarten: So gab es im Jahr 2018 im Vergleich mit 2017 eine signifikante Reduktion der Entsorgungsmengen an Plastik und Altpapier. Beim Kunststoff wurde sogar eine Verringerung um mehr als 35 % registriert, beim Papier um immerhin 13 %. Rückgänge in diesem Ausmaß haben sogar die Verantwortlichen überrascht, zumal es gleichzeitig keine außergewöhnliche Zunahme des Restmüllaufkommens gab. Das neue Holsystem verhindert den bislang praktizierten „Mülltourismus“. Außerdem sind die sogenannten „Fehlwürfe“ deutlich zurückgegangen. Früher fand sich in Altkunststoffcon­tainern oftmals auch anderer Müll, der dort nicht hingehörte. Im durchsichtigen Gelben Sack ist das nicht mehr möglich.

Dutzende neue Aschenbecher
Die Stadt ruht sich aber – gerade im Hinblick auf die Sauberkeit des öffentlichen Raumes – auf dem erzielten Erfolg nicht aus. Ganz in diesem Sinn werden zum Beispiel derzeit bei stark fre­quentierten Plätzen wie Bushaltestellen, Bahnhof, Seeanlagen, Pipeline, Innenstadt etc. 50 neue Abfallkübel mit Aschenbechern montiert oder bestehende Behälter mit neuen Aschern aufgerüstet. Und 25 weitere Behälter für Zigarettenkippen wurden bereits bestellt. So gibt es für niemanden mehr die Ausrede, er wisse nicht, wohin mit dem Müll, auch nicht für Raucherinnen und Raucher und ihre Zigarettenkippen.

Littering-Verbot
Am 1. August 2018 ist in Bregenz ein Littering-Verbot in Kraft getreten, das Verunreinigungen unter Strafe stellt. Neben einer Abmahnung kann es da durchaus auch mal eine Organstrafver­fügung um 60 Euro oder sogar eine Anzeige an die BH geben. Und die kann bis zu 7.000 Euro kosten. Also: Wie zuhause gehören Abfälle auch im öffentlichen Raum nicht auf den Boden, sondern in einen der vielen dafür vorgesehenen Behälter.

Infos über die Abfallentsorgung
Bauhof der Landeshauptstadt Bregenz, Druckergasse 5, Telefon 410-1344 (Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8 bis 11.30 Uhr und 13 bis 17 Uhr, sowie samstags, 8 bis 11.45 Uhr), bzw. unter www.bregenz.gv.at/abfallentsorgung

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