Landeshauptstadt Bregenz setzt weitere Konsolidierungsmaßnahmen um
In der Stadtvertretungssitzung vom 30. April 2026 wurden weitere im Rahmen des Konsolidierungsprozesses erarbeitete Umsetzungsschritte beschlossen. Vor dem Hintergrund der angespannten Budgetsituation, die nicht nur die Stadt Bregenz, sondern in vergleichbarer Weise zahlreiche Gemeinden im gesamten Bundesgebiet betrifft, werden die sorgfältig ausgearbeiteten und abgestimmten Maßnahmen nun konsequent umgesetzt.
Bereits im Jahr 2021 hat die Landeshauptstadt Bregenz einen umfassenden Konsolidierungsprozess eingeleitet, der seither kontinuierlich weitergeführt wird. Wie die überwiegende Mehrheit der österreichischen Gemeinden verzeichnet auch die Landeshauptstadt Bregenz derzeit ein strukturelles Haushaltsdefizit. Insbesonders steigende Pflichtausgaben haben die finanzielle Lage zuletzt deutlich verschärft.
Im Zuge des Konsolidierungsprozesses, der vom Beratungsunternehmen BDO Consulting GmbH begleitet wird, konnte mittels einer Haushaltsanalyse Klarheit über die Ausgangssituation und die finanzielle Zukunft geschaffen werden. In weiterer Folge wurden Einsparungspotenziale identifiziert und das Konsolidierungsziel definiert. Das gesamte Aufgabenspektrum der Landeshauptstadt Bregenz wurde systematisch auf den Prüfstand gestellt, um zu ergründen, ob und in welchem Ausmaß es noch zeitgemäß, notwendig und wirksam ist.
Die Einsparungen im Zuge der Budgetkonsolidierung erfolgen durch die Verschlankung des Verwaltungsapparates sowie die Optimierung von Prozessen. Weitere Einsparungen ergeben sich durch die konsequente Nutzung von Potenzialen im Bereich laufender Ein- und Auszahlungen sowie durch die Erarbeitung und Prüfung zusätzlicher Maßnahmen zur Verbesserung des Ergebnisses. Gezielte Personaleinsparungen – durch Nichtnachbesetzung bei natürlicher Fluktuation und Pensionierungen – werden ebenfalls umgesetzt, gleichzeitig wird sichergestellt, dass die zentralen und für die Bürger:innen notwendigen Leistungen weiterhin in vollem Umfang erhalten bleiben. Darüber hinaus erfolgt eine konsequente Beschränkung auf notwendige Investitionen sowie eine Erhöhung investiver Einzahlungen. Die Aufnahme neuer Kredite wird im Rahmen der Budgetkonsolidierung auf ein Minimum reduziert. Ziel dieser Maßnahmen ist die Stärkung der operativen Gebarung sowie die deutliche Erhöhung der freien Finanzspitze, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.
„Die angespannte finanzielle Lage betrifft derzeit nahezu alle Städte und Gemeinden. Auch die Landeshauptstadt Bregenz ist davon betroffen. Es führt daher kein Weg an finanziellen Einsparungen vorbei. Im Rahmen der notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen werden diese innerhalb der Verwaltung mit größter Sorgfalt umgesetzt. Ziel ist es, die erforderlichen Einsparungen verantwortungsvoll umzusetzen und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Stadtverwaltung langfristig zu sichern“, kommentieren Bürgermeister Michael Ritsch und Vizebürgermeister Roland Frühstück.
Bregenz Rathaus Fassade © Udo Mittelberger