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Erste Umsetzung des Sprachförderkonzepts

Bregenz (BRK) –  In Zukunft wird es eine Eltern-Kind-Bibliothek mit mehrsprachigen Büchern an städtischen Kindergärten geben, so berichtet DI Markus Linhart nach der Stadtratssitzung am Dienstag, den 05. Juni 2018. Die Kosten für dieses erste konkrete Projekt im Rahmen des Sprachförderkonzepts belaufen sich auf 4.000 Euro.

Das Sprachförderkonzept wurde von der Dienststelle Familie und Kinder gemeinsam mit den verantwortlichen Pädagoginnen und Pädagogen entwickelt, da an Bregenzer Kindergärten rund 51% aller Kinder einen Sprachförderbedarf aufweisen. Qualitative gleichwertige Angebote für die Entwicklung der sprachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten sollen den Kindern bereitgestellt werden. Die Heranführung der Kinder an die Literatur sowohl im Kindergarten als auch zu Hause soll im Rahmen von Bibliotheken in den Kindergärten als auch im Rahmen von Bibliotheksbesuchen im Vorschulalter gefördert werden.

Mehrsprachigkeit ist eine Kompetenzbereicherung, die gefördert werden soll, indem jedes Kind auch im Kindergartenalltag seine Erstsprache leben und erleben kann. Um Kindern den Zugang zum Bildungssystem zu erleichtern, ist ein wesentlicher Eckpunkt die Förderung der Muttersprache, mehrsprachige Kinderliteratur und das Schaffen von Sprachbewusstsein bei Eltern.

Die Eltern-Kind-Bibliothek mit mehrsprachigen Büchern an städtischen Kindergärten soll Kinder frühzeitig an Literatur heranführen und die Eltern motivieren, ihre Kinder im Umgang mit der Muttersprache zu fördern. Die Eltern können die in der Bibliothek ausgeliehen Bücher zu Hause vorlesen und mit den Kindern Sprach- und Lesespiele veranstalten. Da die Sprachvielfalt der Erstsprache der Grundstein für jede weitere Sprachentwicklung ist, helfen die Eltern den Kindern so beim Erwerb der Bildungssprache Deutsch aktiv mit.

Die Möglichkeit der Teilnahme von Eltern am Kinderbetreuungsalltag ist ein großes Anliegen der Pädagoginnen und Pädagogen. Eine gemeinsame Erziehungs- und Bildungsverantwortung der Eltern wird gepflegt.

Hier die Presseaussendung Sprachförderkonzept vom 16.05.2018 

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