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Ungleiche Partner? 100 Jahre Rieden und Vorkloster bei Bregenz

Freitags um 5
Markus Barnay mit Stadtarchivar Thomas Klagian im Gespräch am Freitag, den 13. Dezember, um 17 Uhr im vorarlberg museum.

2019 feiert die Landeshauptstadt das 100-jährige Jubiläum ihrer Vereinigung mit Rieden und Vorkloster. Aus aktuellem Anlass erschien die erste Ausgabe der neuen Bregenzer Schriftenreihe „Schriften zur Stadtkunde“ mit Beiträgen über den Stadtteil, dessen Geschichte, Stadtplanung, Stadtentwicklung, Architektur und Landschaftsgeschichte. Markus Barnay erläutert mit dem Bregenzer Stadtarchivar Thomas Klagian die Frage, wie die bürgerliche Innenstadt, das proletarische Industrieviertel, der Klosterbezirk und das bäuerliche Rieden zusammengefunden haben. 

Der heutige Stadtteil Bregenz-Vorkloster geht im Wesentlichen auf zwei alte Siedlungen zurück: auf das Vorkloster – die Siedlung vor dem Kloster Mehrerau – und auf das Dorf Rieden am Fuß der Riedenburg. Rieden war bäuerlich geprägt, das Vorkloster nach dem Bau der Eisenbahn 1870 – 1884 hochindustrialisiert. Ab 1808 bildeten Rieden und Vorkloster gemeinsam die Gemeinde Rieden. In den 1890er-Jahren verhandelten Bregenz und Rieden über eine Vereinigung der beiden Gemeinwesen. Im Mai 1919 war es so weit. Nachdem sich die Gemeindevertretungen von Rieden und Bregenz Ende April 1919 auf die Modalitäten der Vereinigung verständigt hatten, fand Anfang Mai eine Volksabstimmung statt. Sowohl die Bregenzer als auch die Riedener und Vorklöstner sprachen sich mit großer Mehrheit für die Vereinigung aus. 

Haben die bürgerliche Innenstadt, das proletarische Industrieviertel, der Klosterbezirk und das bäuerliche Rieden zusammengefunden? Antworten auf diese und andere Fragen gibt Thomas Klagian am 13. Dezember im vorarlberg museum als Teil der Gesprächsreihe „Freitags um 5.“ Erinnert wird an legendäre Einrichtungen wie Radrennbahn, Schlachthaus oder Dampfsäge.

Die überaus erfolgreiche Gesprächsreihe von Markus Barnay bietet dem Publikum im vorarlberg museum Gelegenheit, kritische Fragen, neue Thesen und andere Sichtweisen zur Landesgeschichte zu diskutieren.

Mehr Informationen unter vorarlbergmuseum.at

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