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Großes Interesse an Bürgerinformation im neuen Kindergarten St. Gebhard

Unter dem Titel „B vor Ort“ informierte die Landeshauptstadt am Freitagnachmittag über den Neubau des Kindergartens St. Gebhard sowie über das neue pädagogische Konzept. Als Mitglied im Landesprogramm familieplus setzt Bregenz dabei auf Kinderbeteiligung, spezielle Sprachförderung, individuelles Lernen und ermöglicht durch Ganztagesbetreuung mit Mittagstisch die verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Sechs-Millionen-Bau des Architekturbüros Dorner/Matt wird im Herbst 2020 eröffnet.

Vergangenen Freitag war beim Kindergarten St. Gebhard der Auftakt der Veranstaltungsserie „B vor Ort“. „B“ steht für „Bürgerinformation“. Die Landeshauptstadt ist seit Anfang 2017 Mitglied im Landesprogramm familieplus und setzt mit dem Neubau des Kindergartens weitere Schritte die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorausschauend um. Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung zur Baustellenbesichtigung in die Holzackergasse.

Bürgermeister Markus Linhart, Sabine Kesser, Leiterin der Dienststelle Familien und Kinder, und Ulrike Österle, Kindergartenleiterin, informierten über das bautechnische und das pädagogische Konzept. Architekt Christian Matt und Bauleiter Christian Freuis luden zum Rundgang in den Bau, für den die Stadt rund sechs Millionen Euro aufbringt. „Das ist die größte Investition im Kindergartenbereich, die die Stadt je getätigt hat“, berichtete Bürgermeister Markus Linhart.

Erweitertes Gruppenangebot
In die Planung des zweigeschossigen Kindergartens war das gesamte Kindergarten-Team eingebunden. Bereits im Herbst 2020 werden sechs Kindergartengruppen einziehen. Der Neubau bietet viel Platz für Gruppenangebote, Ruheräume, Ganztagesbetreuung, Bistro- und Mittagstisch sowie Integration und erfüllt so wichtige Kriterien des Landesprogramms.

„Wir arbeiten nach dem teiloffenen Konzept. Jedes Kind hat seinen festen Platz in der Stammgruppe. Zusätzlich dazu haben sie die Möglichkeit verschiedenen Lernwerkstätten zu besuchen, die sie selbständig auswählen können“, so Kindergartenleiterin Ulrike Österle. Jede Lernwerkstätte hat immer einen Schwerpunkt. So wird es eine Konstruktions-, Musik- und Kreativwerkstatt geben. In der Koch- und Naturwerkstatt können die Kinder hauswirtschaftl. Tätigkeiten ausüben und den Lebensraum der Pflanzen und Tieren näher kennenlernen. Um die Wahrnehmung zu stärken ist eine Sinneswerkstatt geplant. „Damit wir dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht werden, richten wir eine Bewegungsbaustelle im Turnsaal ein. In der Sprach- Wörterwerkstatt vermitteln wir Sprache in Kleingruppen auf spielerische Weise“, erläutert Ulrike Österle.

Begegnungsort für Familien
Ein Bewegungsraum, ein Multifunktionsraum, Garderoben, Platz für Büros und Besprechungen sowie abgetrennte Bereiche für die Sprachförderung ergänzen den barrierefreien Bau. „Wir haben auch hohen Wert auf die Außenraumgestaltung gelegt, das einem naturnahen Spielraumkonzept folgt. Die Kinder finden im Garten Materialien zum Bauen und Werken“, ergänzt Sabine Kessler von der Dienststelle Familien und Kinder: Auch die Elternbildung ist ein wichtiger Bestandteil. „Wir wollen Eltern dazu anregen, sich mit anderen Eltern und den Pädagoginnen auszutauschen.“

Fact-Box:
Kindergarten St. Gebhard
- Fertigstellung und Einzug: Herbst 2020
- Zwei Etagen mit rund 2000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche
- Passivhaus mit kontrollierter Be- und Entlüftung, Biogas-Heizung und Fotovoltaik-Anlage
- Barrierefrei
- Sechs Gruppenräume, Nebenräume, Balkone, Garderoben, WC, Bewegungsraum, Multifunktionsraum, Büro- und Besprechungsräume, Räume für Sprach-, Bewegungs- und Lernspielförderung
- Ganztagesbetreuung, Mittagsverpflegung und Integration
- Innenhof und Garten als Spielfläche
 
Rückfragehinweis für die Redaktionen:
Amt der Landeshauptstadt Bregenz, Dienststelle Kommunikation, Telefon +43 5574  410 4500, E-Mail kommunikation@bregenz.at.

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