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"Hochbordradweg" bringt mehr Schutz für den Radverkehr

Der Kreuzungsbereich der L202 Rheinstraße mit der Mariahilfstraße zählt zu den neuralgischen Punkten im Bregenzer Straßennetz. In diesem Bereich wurde in der Vergangenheit eine Häu­fung von Unfällen registriert, viele davon mit Radfahrerinnen und Radfahrern. In Absprache mit der Stadt und den Grundeigentümern hat das Landesstraßenbauamt jetzt ein Projekt ausgearbeitet, das zur Entschär­fung und Verbesse­rung der Situation beitragen soll.

Konkret geht es um einen sogenannten "Hochbordradweg". Das teilte Bürgermeister DI Markus Linhart mit. Dabei handelt es sich um die Verlängerung des bestehenden Fuß- und Radweges in westlicher Richtung bis zur Kreuzung mit der Heldendankstraße. Von "Hochbord" wird des­halb gesprochen, weil sich beide Nutzergruppen auf einer gehsteigartig erhöhten, drei bis vier Meter breiten Spur befinden. Die Neugestaltung wird auch dazu genutzt, die derzeit stadtaus­wärts verlaufende Busspur als stadteinwärts führende auf die dieselbe Straßenseite zu verlegen wie den "Hochbordradweg". Diese noch deutlichere Trennung vom übrigen Fließver­kehr stellt für Radfahrerinnen und Radfahrer einen weiteren Sicherheitsaspekt dar. Außerdem soll damit die ÖPNV-Anschluss­sicherheit am Bahnhof verbessert werden.

Das Projekt des Landesstraßenbauamtes kostet insgesamt knapp 500.000 Euro und wurde von der Stadtvertretung am 28. Mai genehmigt. Die Kostenaufteilung zwischen Land und Stadt er­folgt aufgrund des Verkehrsaufkommens auf der Landesstraße und der Gemeindestraße. Der Aufwand für Bregenz beläuft sich demnach auf rund 180.000 Euro.