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Große Freude über die Mautbefreiung der A14 im Großraum Bregenz

Sehr erfreut zeigt man sich in Bregenz über den jüngsten, mit breiter Mehrheit gefassten Beschluss des Nationalrates, wonach der Abschnitt der A14 Rheintalautobahn zwischen Hörbranz und Hohenems ab 15. Dezember 2019 von der Mautpflicht befreit wird. Bürgermeister DI Markus Linhart sprach von einem wichtigen Erfolg, der nach jahrelangen Anstrengungen zur Reduktion der Vignettenflucht durch die Bregenzer Innenstadt sowie im Großraum Bregenz nun endlich gelungen sei.

Zur Erinnerung: 1997 wurde in Österreich eine Benützungsgebühr für Autobahnen und Schnell­straßen in Form einer Vignette eingeführt. Vor allem im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Deutschland und der Schweiz führte diese Mautpflicht dazu, dass zahlreiche Autofahrer/-innen nicht durch den Pfändertunnel, sondern am Seeufer entlangfuhren und durch die Bregenzer Innenstadt auswichen. Einen Etappensieg erzielten die Stadt und das Land, das sich in dieser Frage gemeinsam mit Bregenz um eine Lösung bemühte, im Jahr 2008. Damals wurde für das 23 km lange Autobahnteilstück zwischen Hörbranz und Hohenems eine sogenannte "Korridorvignette" um zwei Euro eingeführt.

Mit der Eröffnung der zweiten Pfändertunnelröhre 2013 wurde zwar den bis dahin immer wieder auftretenden Staus vor den Tunnelportalen ein Ende gesetzt, gleichzeitig aber auch der "Korridorvignette". Dem dringlichen Wunsch der Stadt nach Verlängerung dieser Maßnahme wurde seitens des Bundes nicht stattgegeben. Die Folge war, dass insbesondere frühere ausländische Korridorvignetten-Besitzer/-innen für den Transit fortan wieder das niederrangige Straßennetz und damit das Nadelöhr "Innenstadt" benutzten.

"Die Korridorvignette war wichtig, aber auf fünf Jahre befristet und daher nur eine Zwischen­lösung. Mit der jetzigen definitiven Mautbefreiung zwischen Hörbranz und Hohenems kann der Großraum Bregenz nach all den Jahren intensiver Bemühungen um eine tragfähige Lösung endlich aufatmen", meinte der Bregenzer Bürgermeister. Linhart weiter: "Die Diskussion rund um die Vignette zeigt aber auch, dass sie ein ungeeignetes Finanzierungsinstrument ist und eben auch Effekte wie die Verkehrsverlagerung in Siedlungsgebiete nach sich zieht. Richtig wäre ein Aufschlag auf die Treibstoffkosten, also eine Erhöhung der Mineralölsteuer. Damit könnte man auch einen ökologischen, verursacher- und leistungsgerechten Lenkungseffekt erzielen."

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