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Neuer Bahnhof: Stadt setzt mit Planungsvereinbarung den nächsten Schritt

Bereits im Juli 2019 hat die Stadt dem Grundsatz nach beschlossen, gemein­sam mit ÖBB und Land anstelle des alten Bahnhofes eine neue, moderne Mobilitätsdrehschei­be für Bregenz zu realisieren. Wie Bürgermeister DI Markus Linhart nach der Stadtvertretungs­sitzung am 27. Februar mitteilte, habe man jetzt auf dieser Basis auch einer Planungsverein­barung zugestimmt. In ihr werden Finanzierungsdetails und zeitlich-organisatorische Fragen rund um das Projekt geregelt. Damit kann es auch für Seestadt und Seequartier weitergehen.

Gebaut werden soll die neue Mobilitätsdrehscheibe nach den Plänen des Architekturbüros Dietrich | Untertrifaller. Sie sehen neben einem neuen Aufnahmegebäude und einem ÖPNV-Terminal eine neue Fußgängerunterführung sowie moderne Bahnsteige vor, die durch Lifte und Fahrtreppen barrierefrei erschlossen werden. Auch die Gleisanlagen werden erneuert. Stadt- und seeseitig sind erweiterte Bike-&-Ride-Anlagen geplant. Und die Fuß­gänger­unter­führung bei der Hypo-Bank wird ebenfalls neu gestaltet. Die gesamten Planungskosten belaufen sich auf rund 3 Millionen Euro netto. Davon trägt die Stadt 600.000 Euro.

Baulich umgesetzt werden soll das Projekt in einem mehrjährigen Prozess mit ersten Schritten 2021. Bis zur Fertigstellung werden dann in Summe rund 77 Mil­lionen Euro investiert. Davon übernehmen die ÖBB Infra­struktur AG 47,6 Millionen Euro, das Land Vorarlberg 14,7 Millionen Euro und die Landeshaupt­stadt Bregenz 14,4 Millionen Euro. Knapp 600.000 Euro steuert die Seequartier Projekt GmbH bei.

Wie dringend Bregenz einen modernen und zukunftsweisenden Knotenpunkt für den öffent­lichen Nah- und Fernverkehr braucht, geht aus einer aktuellen Untersuchung hervor. Sie prog­nostiziert für den Standort ab dem Jahr 2025 aufgrund der absehbaren Entwicklungen des ÖPNV im Tagesdurchschnitt zwi­schen 8.000 und 20.000 Fahrgäste.