Inhalt

Bauabschnitt I

Am 11. Mai 2019 wurden im Rahmen der Quartiersentwicklung Leutbühel die neu gestaltete Kirchstraße und Römerstraße eröffnet. Damit ist die erste Bauetappe offiziell beendet. Im September 2018 begannen die ersten erforderlichen Baumaßnahmen. Nahezu die gesamte unterirdische Infrastruktur wurde erneuert, alle Häuser erhielten neue Strom-, Gas-, Wasser- und Telekomleitungen. Nach einer Winterpause erfolgte im Januar 2019 die gestalterische Ausarbeitung und Möblierung der Straßenzüge, Bäume wurden gesetzt sowie seeseitig die geplante Arkade entlang der Römerstraße errichtet.

Nach Beendigung der Leitungsverlegung in der Römerstraße für die dortige unterirdische Infra­struktur, wurde im April die Asphalttragschicht im Bereich zwischen dem Kindermode­geschäft "Kleiner Sagmeister" und der Einfahrt in den Hof des "Weißen Kreuz" einge­baut. Ebenfalls wurde mit Oberflächenarbeiten zwischen dem Stadtgasthaus und der Montfortstraße begonnen. Da­bei wurden unter ande­rem Randsteine verlegt sowie Radbügel, Bänke und Baumscheiben ge­setzt. Der Übergang zur Begegnungszone wurde analog dem Bereich rund um die frü­here "Uwe’s Bierbar" gepflastert.

Bürgerbeteiligung Bauabschnitt I
Die Teilhabe und Mitwirkung von engagierten Bürgerinnen und Bürgern bei den Baumaßnahmen waren ausdrücklich erwünscht. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Anrainerinnen, Anrainern, Wirtschaftstreibenden, Architektinnen, Architekten, Vertreterinnen und Vertretern des Stadtmarketings sowie der Bauabteilung und eine Lenkungsgruppe für die Weiterentwicklung des Projektes haben mitgewirkt.  Mehr dazu erfahren Sie hier


Die meistgestellten Fragen

Warum wurden die Parkplätze in der Römerstraße aufgelassen?
Lebensraum geht vor Parkraum. Die Parkplätze wurden entfernt, um die gewonnenen Flächen den Fußgängerinnen und Fußgängern und Radfahrenden zur Verfügung zu stellen. Das schafft Platz für ein Miteinander. Ein breites Vordach im seeseitigen Bereich der Römerstraße lädt zum Flanieren und Verweilen ein. Entlang der bergseitigen Häuserzeile in der Römerstraße entsand eine neue Baumallee. Die neue Bushaltestelle befindet sich im östlichen Bereich der Römerstraße, Ecke Kirchstraße.

Was war die besondere Schwierigkeit beim Tiefbau?
Nahezu die gesamte unterirdische Infrastruktur wurde erneuert, wobei alle Häuser neue Strom-, Gas-, Wasser- und Telekomleitungen erhalten haben. Trotzdem wurde dafür gesorgt, dass alle Geschäfte und Zugänge zu den Häusern bestmöglich erreichbar waren. Dafür wurden insgesamt über zwei Dutzend Stege und "Brücken" installiert.

Weshalb waren Archäologen auf der Baustelle?
Der Leutbühel, der östliche Bereich der Römerstraße und der untere Teil der Kirchstraße befinden sich in einer archäologischen Fundzone. Bei Bauarbeiten wurden 1968/1969 Reste einer spätrömischen Anlage und eines vermutlich valentinianischen Kleinkastells entdeckt. Die Firma Talpa aus Tirol war mit der archäologischen Baubegleitung beauftragt. Bei den Arbeiten in der Römerstraße stieß man im Herbst auf neuzeitliche archäologische Spuren, die in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt dokumentiert und kartografiert wurden.

Sind in der ohnehin schon schmalen Kirchstraße beidseitig Gehsteige notwendig?
Die Fahrspur in der Kirchstraße ist bewusst mittig projektiert, sodass beidseitig Fußgänger/-innen mehr Bewegungsfläche erhalten.

Warum wurde die Fahrspur verschmälert?
Dies dient zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs, das haben Facherhebungen zum motorisierten Verkehr ergeben.

Wie kam es zum gelben Straßenbelag?
Wie in der Rathausstraße wurde der bisherige Straßenraum als Begegnungszone zugunsten eines öffentlich genutzten Stadtraums umfunktioniert. Dieser Bereich wurde gestalterisch als Signet für diese besondere Zone mit einem durchgehenden gelben Belag ausgeführt. Positive Erfahrungswerte aus der Rathausstraße und dem Kornmarkt flossen ein. Wie von Anfang an geplant, sind die Übergange zur Begegnungszone mit einem speziellen, farblich abgestimmten Kopfsteinpflaster gestaltet. Der neue Belag in der Begegnungszone dient der Reduktion von Rollgeräuschen und ist generationen- und behindertengerecht ausgeführt.

Wird künftig die ganze Innenstadt gelb?
Keineswegs. Die Planung für die zweite Bauetappe Leutbühel/Maurachgasse sieht beispielsweise für die Maurachgasse eine Pflasterung zur Anbindung in die Oberstadt vor.

Kann ich mich für die nächste Bauetappe noch einbringen?
Teilhabe und Mitwirkung engagierter Bürger/-innen sind gewünscht! Ausgehend von den ersten Initiativen für die Veränderungen im Quartier hat die Stadt bereits für die Projektentwicklung des Bauabschnitts I einen Bürgerbeteiligungsprozess durchgeführt. So konnten wichtige Klärungen für die zukünftige Nutzung und Verkehrsorganisation erfolgen, die in die Studien und Projektierung der Fachleute einflossen. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Anrainerinnen, Anrainern, Wirtschaftstreibenden, Architektinnen, Architekten, Vertreterinnen und Vertretern des Stadtmarketings sowie der Bauabteilung und eine Lenkungsgruppe für die Weiterentwicklung des Projektes haben mitgewirkt. 2018 wurde in der Stadtvertretung der so ausgearbeitete Projektbeschluss zur Umsetzung des Teilbereichs Kirchstraße/Römerstraße beschlossen. Auch für den Bauabschnitt II ist ein zweistufiges Bürgerbeteiligungsverfahren geplant. Wir freuen uns über alle, die mitdenken und mitarbeiten.

Wann geht es w
eiter? Was ist geplant?
Über den aktuellen Planungsstand informierte die Stadt und ludt am Mittwoch, den 26. Juni 2019 zum Themenaustausch ins vorarlberg museum. Die Stadt ist interessiert, die Anregungen und Ideen der Bürgerinnen und Bürger für die Belebung des Quartiers zu erhalten. Für Auskünfte steht Frau Dipl.-Ing. Antonia Hopfner (Abteilung Planung und Bau, Telefon 410-1326, E-Mail: leutbuehel@bregenz.at) gerne zur Verfügung. Die Ergebnisse dieser Phase sind Grundlage für die weitere Ausarbeitung der Detailpläne für Bauabschnitt II (Leutbühel und Maurachgasse). Deren Umsetzung ist vorbehaltlich der politischen Beschlüsse für Herbst/Winter 2020/2021 vorgesehen.

 

Stadtplanung und Mobilität

Belruptstraße 1
6900 Bregenz