Gedenkveranstaltungen & Beteiligungen

Hier finden Sie eine Übersicht über die städtischen Gedenkveranstaltungen bzw. Beteiligungen.

Aktuelle Veranstaltungen

6. Mai 2023, 10 Uhr: Rundgang Widerstand, Verfolgung und Desertion 
Ausgehend vom 2015 enthüllten Widerstandsmahnmal werden auf dem Rundgang vor allem die regionalen Aspekte der Geschichte des Nationalsozialismus erkundet. Zentrale Inhalte sind die Schicksale von Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern, die aus rassischen Gründen verfolgt wurden, und von all jenen Menschen, die Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime geleistet haben. Dabei stehen deren Lebensgeschichten im Mittelpunkt.

Der Rundgang ist interaktiv und gesprächsorientiert angelegt und soll zur Diskussion anregen. Gemeinsam mit den Teilnehmer:innen werden die einzelnen Orte erkundet und entdeckt. Es geht dabei auch um die Frage, welche Bedeutung die nationalsozialistische Gewaltherrschaft für die Gegenwart hat.

Treffpunkt: Widerstandsmahnmal am Sparkassenplatz
Dauer: 2 Stunden
Die Teilnahme ist kostenlos.


Vergangene Veranstaltungen
 

Stadtgeschichtlicher Rundgang mit Eva Binder, der Enkelin von Karoline Redler, und Stadtarchivar Thomas Klagian. Die Route führte von Karoline Redlers Wohnhaus in der Kaiserstraße über die Gedenktafel an der Seekapelle, ihr Geburtshaus am Leutbühel und das ehemalige Gefängnis in der Oberstadt zu ihrem Grab auf dem Friedhof Blumenstraße.

Karoline Redler gründete in der Zwischenkriegszeit mit gleichgesinnten Frauen den Verband katholischer Frauen und Mädchen, die sogenannte „Guta“. Als Exponentin des „schwarzen“ Bürgertums von Bregenz stand sie unter besonderer Beobachtung des NS-Regimes. Sie wurde denunziert, weil sie behauptet haben soll, die alliierten Bombenangriffe seien eine Folge der deutschen Kriegstreiberei. Vom Wiener Volksgerichtshof zum Tod verurteilt, wurde Karoline Redler am 8. November 1944 hingerichtet.

Eine Veranstaltung der GUTA Bregenz.

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Der Rundgang führte vom 2015 enthüllten Widerstandsmahnmal am Sparkassenplatz, wo die Schicksale von Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern beleuchtet wurden, zum Kornmarktplatz, in der NS-Zeit Aufmarschplatz. Von dort ging es zur Gedenktafel an der Seekapelle, wo am Beispiel von Samuel Spindler und anderen die Verfolgung aus rassischen Gründen thematisiert wurde. Weiter führte der Rundgang zum Leutbühel, zum Geburtshaus der NS-Gegnerin Karoline Redler, dann in die Deuringstraße, zur Werkstatt des Wehrdienstverweigerers Ernst Volkmann, und zuletzt zur Gestapo-Zentrale in der Römerstraße, wo unzählige Menschen brutal verhört und gefoltert wurden.

Eine Veranstaltung der Landeshauptstadt Bregenz in Kooperation mit erinnern.at.

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Der Historiker Werner Schelling stellte die drei „Euthanasie“-Opfer bei ihren ehemaligen Wohnorten im Vorkloster vor. Vivienne Causemann vom Vorarlberger Landestheater lasTexte über die Leidenswege der beiden Mädchen und der jungen Frau aus dem 2021 von der Landeshauptstadt Bregenz herausgegebenen Buch „Nationalsozialismus erinnern“. Für die musikalische Begleitung sorgte der Klarinettist Levent Ivov von der Musikschule Bregenz.

Eine Veranstaltung der Landeshauptstadt Bregenz in Kooperation mit der Gedenkgruppe Bregenz.

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Im Rahmen der Eröffnung des Radwegs „Über die Grenze“ führte Florian Guggenberger mit dem Rad durch Bregenz. Stationen waren die ehemalige Gestapo-Zentrale und das Schweizer Konsulat in der Römerstraße, das ehemalige Gefängnis in der Oberstadt und die frühere Redaktion des Vorarlberger Tagblatts in der Kornmarktstraße.

Eine Veranstaltung der Landeshauptstadt Bregenz. Der Radweg „Über die Grenze“ ist ein Projekt des Jüdischen Museums Hohenems.

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Radsternfahrt nach Hohenems: Am 3. Juli fand am Schlossplatz Hohenems die Eröffnung des Radwegs „Über die Grenze“ statt. An 52 Hörstationen entlang der Grenze zur Schweiz werden Fluchtgeschichten aus der Zeit von 1938 bis 1945 thematisiert. In Bregenz startete die Radtour mit einer Begrüßung durch Bürgermeister Michael Ritsch und Kurzvorträgen über drei Bregenzer Fluchtgeschichten von Florian Guggenberger und Simone Prodolliet.

Eine Veranstaltung der Landeshauptstadt Bregenz. Der Radweg „Über die Grenze“ ist ein Projekt des Jüdischen Museums Hohenems.

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Der Rundgang führte vom 2015 enthüllten Widerstandsmahnmal am Sparkassenplatz, wo die Schicksale von Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern beleuchtet wurden, zum Kornmarktplatz, in der NS-Zeit Aufmarschplatz. Von dort ging es zur Gedenktafel an der Seekapelle, wo am Beispiel von Samuel Spindler und anderen die Verfolgung aus rassischen Gründen thematisiert wurde. Weiter führte der Rundgang zum Leutbühel, zum Geburtshaus der NS-Gegnerin Karoline Redler, dann in die Deuringstraße, zur Werkstatt des Wehrdienstverweigerers Ernst Volkmann, und zuletzt zur Gestapo-Zentrale in der Römerstraße, wo unzählige Menschen brutal verhört und gefoltert wurden.

Eine Veranstaltung der Landeshauptstadt Bregenz in Kooperation mit erinnern.at.

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Im Frühjahr 1945 scheiterten alle Versuche, Bregenz zur offenen Stadt erklären zu lassen. Nachdem mehrere französische Ultimaten, die Stadt kampflos zu übergeben, nicht erfüllt worden waren, wurde Bregenz am 1. Mai 1945 von französischen Truppen beschossen und bombardiert. Rund 80 Häuser standen am Abend nicht mehr. Wer setzte sich für die Rettung der Stadt ein? Wer war für die Zerstörungen verantwortlich? Wie verhielten sich führende Nationalsozialisten? Wie erging es der Bevölkerung? Welche Opfer waren zu beklagen? Stadtarchivar Thomas Klagian schilderte in seinem Vortrag im vorarlberg museum die letzten Kriegstage in Bregenz. Der Vortrag kann in voller Länge hier abgerufen werden.

Eine Veranstaltung der Gedenkgruppe Bregenz mit zahlreichen Kooperationspartnern.

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Stadtarchiv

Bergmannstraße 6
6900 Bregenz

STADTARCHIV"Das Kriegsende 1945 in Bregenz"

Der Vortrag von Thomas Klagian kann hier in voller Länge abgerufen werden.