Carmen Pfanner "Regnis Singer"

Sommerausstellung der Landeshauptstadt Bregenz 2025
Palais Thurn & Taxis 

  • 15. Juli bis 31. August 2025
              Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
  • Palais Thurn und Taxis
              Gallusstraße 10, 6900 Bregenz
  • Dialogführung mit Carmen Pfanner
              30. August 2025, 11 Uhr
              mit Thomas D. Trummer
  • Finissage
             30. August 2025, 17 Uhr

Finissage

30. August 2025, 17 Uhr
Palais Thurn und Taxis
"Wir schaufeln uns die Bäuche voll"
Wurstnudeln und Spitzkrautsalat von Engelbert Kaufmann für Carmen Pfanner und alle Gäste: Eine zentrale Arbeit in der umfassenden Ausstellung von Carmen Pfanner im Palais Thurn und Taxis ist die Installation im Erdgeschoss mit dem Titel „Rot, Gelb, Blau“, welche aus 39 Schaufeln und 130 Containerdeckel besteht. 
 

Diese Arbeit ist die Grund- und Ausgangslage zur Veranstaltung mit welcher gesellschaftliche essentielle Arbeitsprozesse gewürdigt werden.

Unkostenbeitrag: EUR 20,-
Inkludiert sind Eintritt, Wurstnudeln à la Engelbert Kaufmann, "Regnis Singer"-Biere und VoÜs-Limos
Um Anmeldung wird gebeten unter: kultur(at)bregenz.at

Impressionen der Sommerausstellung

Sommerausstellung der Vorarlberger Künstlerin Carmen Pfanner

Im Mittelpunkt stehen neue, großformatige Werke, die eigens für diesen Anlass entstanden sind. Sie treten in Dialog mit einer Auswahl früherer Arbeiten und geben so einen umfassenden Einblick in das bisherige Schaffen der Künstlerin. Zentraler Bestandteil ist das Werk „Regnis Singer“, das der Ausstellung ihren Namen gibt und als sprachliches und künstlerisches Bindeglied den Zusammenhang von Raum, Thema und Werk symbolisiert.

Carmen Pfanners Kunst offenbart sich als komplexer, lebendiger Kosmos, dessen kontinuierliche Entwicklung einer Zellteilung gleicht: Jedes Werk ist Teil eines großen Ganzen und vernetzt durch eine „künstlerische Nabelschnur“, die das gesamte Oeuvre pulsierend lebendig hält. Die Ausstellung versteht sich als ein künstlerischer Bauplan des Lebens. Jeder Stock und jeder einzelne Raum – vom Keller bis zum Dachboden – im Palais Thurn und Taxis widmet sich einem spezifischen Thema mit individuellem Titel. Die Arbeiten entwickeln so eine eigene Sprache, die dennoch Teil des übergeordneten künstlerischen Kosmos bleibt.

Charakteristisch für das Schaffen der Künstlerin ist eine vielschichtige, spannungsreiche Formensprache. Die großformatigen „Baupläne“ in farbiger oder reduzierter Schwarz-Grau-Optik erinnern an technische Anleitungen zu Maschinen, deren offene, mehrdeutige Form vielfältige Interpretationsräume eröffnet. Ein zentrales Element in Pfanners künstlerischer Praxis ist die experimentelle Materialkombination von Stoff und Latex. Während Latex mit seiner hautähnlichen Haptik Objekte weich und porenlos umhüllt, schafft die Verbindung mit Textilien skulpturale, taktile Effekte und verleiht der Arbeit eine sinnliche, zugleich konzeptuelle Tiefe.

Obwohl Stoff historisch oft mit weiblicher Arbeit assoziiert wird, geht Carmen Pfanners Werk über eine feministische Lesart hinaus. Vielmehr entwickelt sich ein organischer Kosmos, in dem die einzelnen Werke als miteinander verbundene „Geschöpfe“ in einem fortwährenden Entwicklungsprozess stehen. Das kreisförmige Konzept gibt der Ausstellung eine lebendige, sich ständig erweiternde Struktur.

Kontakt: sommerausstellung(at)bregenz.at

 

Mit Dank an

Kulturservice

Bergmannstraße 6
6900 Bregenz

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