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Radverkehrskonzept

Bregenz hat ein neues Radverkehrskonzept. Bereits im Jahre 1995 wurde ein Radverkehrskonzept für die Stadt Bregenz erstellt. Seither wurde viel in den Ausbau der Radwege investiert, sodass Bregenz heute über ein Radwegenetz von 45 km Länge verfügt. Nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Diskussion um die hohe Feinstaubbelastung muss weiterhin stark auf den Radverkehr gesetzt werden. Aus diesem Grund wurde das Ingenieurbüro Köll Ziviltechniker KEG beauftragt, das Bregenzer Radverkehrskonzept zu überprüfen und zu aktualisieren.

Um ein möglichst großes Meinungsspektrum bzw. Wünsche auch von Personengruppen mit besonderem Bezug zum Thema Radverkehr einfließen lassen zu können, hat sich die Stadt Bregenz entschlossen, die laufenden Arbeiten durch Workshops zu begleiten. Aufgrund der langen und konstruktiven Sitzungen wurden letztendlich vier Workshops mit Personen aus den verschiedensten Bereichen (Vertreter/innen von Stadt, Land, Politik, Vereinen, Organisationen und Privatpersonen) durchgeführt.
In einem ersten Schritt wurden dabei die Ziele des Radverkehrskonzeptes festgeschrieben. Im Vordergrund steht die Verlagerung des Verkehrs vom motorisierten Individualverkehr zum Radverkehr.

Auf dem richtigen (Rad-) Weg

Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich über die Stadtgrenzen hinaus auf die wichtigsten Pendlergemeinden, die Maßnahmenplanung beschränkt sich im Wesentlichen auf das Stadtgebiet von Bregenz.

In einem nächsten Planungsschritt, der Zustandsanalyse, wurden bestehende Anlagen und für den Radverkehr geeignete Straßen und Wege aufgenommen, eine umfassende Datenanalyse mit der Verteilung von Wohn- und Arbeitsplätzen, Schülerzahlen und öffentlichen Einrichtungen im Stadtgebiet durchgeführt, die Hauptströme (vorhandene und zukünftige Quellen und Ziele) des Radverkehrs ermittelt und die Unfalldaten analysiert. Wichtige Informationen für die Beurteilung und Reihung von Maßnahmen liefern auch Verkehrsstärken im Rad- und Kfz-Verkehr. Als äußerst nützlich stellte sich die Erfassung und Dokumentation von Problemstellen heraus. Hierzu wurde umfassend recherchiert und in den Workshops sehr intensiv diskutiert.

Mit den Analyseergebnissen und den Ideen aller Beteiligten konnten nach Funktionen getrennte Zielnetze mit Hauptrouten und Sekundärrouten entwickelt werden. Außerdem wurde im Konzeptplan ein Streckennetz dargestellt .
Es wurden im Radverkehrskonzept Bregenz verschiedenste Maßnahmen zur Verbesserung des Radwegenetzes erläutert und nach Dringlichkeit gereiht. Abschließend wurde ein Katalog an Qualitätssicherungskriterien zur Orientierung für Neuplanungen und Umbauten sowie für den Betrieb von Radverkehrsanlagen definiert.

Ausserdem enthält das Radverkehrskonzept noch grundsätzliche Anforderungen des Radverkehrs und Grundlagen der Netzplanung. Planungsstandards von Radverkehrsanlagen sollen einen Überblick über mögliche Maßnahmen schaffen.

Radverkehrskonzept

Stadtplanung und Mobilität

Belruptstraße 1
6900 Bregenz